Ex-Grünen-Chefin erwartet Vormarsch: Ricarda Lang: Gendern ist stärker als Söder! Die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang (32) Berlin – Gendern ist bei den Grünen so etwas wie eine Glaubensfrage.
Und einer der bekanntesten Köpfe der Öko-Partei erwartet den weiteren Vormarsch der geschlechtergerechten Sprache – bis hin zum stärksten Kritiker von Sternchen, Doppelpunkt und Co. Ricarda Lang (32, Grüne) hat in einem Interview augenzwinkernd gesagt, Markus Söder (59, CSU) werde in zehn Jahren noch übers Gendern reden.
Ob der Bayern-Regent dann selbst die sprachliche Gleichstellung praktiziert oder sich noch weiter an ihr abarbeitet, ließ die frühere Grünen-Chefin offen. Sie stellte im Gespräch mit der „FAZ“ aber fest: „Es ist stärker als er!“
Bayern verbietet Gendern in Schulen und Behörden
Das Gendern ist stärker als der CSU-Chef?
BILD hat beim Bayern-Regenten nachgefragt. Ergebnis: kein Kommentar.
Doch zumindest im Bayern von heute hat Söder geschlechtergerechte Sprache in Behörden und Schulen verboten. In Paragraf 22 der Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO) heißt es: „Mehrgeschlechtliche Schreibweisen durch Wortbinnenzeichen“ sind unzulässig!
Gendern? Nicht mit mir!
CSU-Chef Markus Söder (59) hat eine klare Meinung
Auch für die hessische Landesverwaltung gibt es ein Verbot von z. B.
Binnen-I. „Wer an der Uni in Bayern oder Hessen von Bayer*innen oder Hess:innen schreiben will, darf das formal nicht mehr.
Freiheitsliebe geht anders“, beklagt sich Lang. Für sie bewerbe sich die Union insgesamt „fleißig“ um den Titel einer neuen Verbotspartei – ein Label, das in den vergangenen Jahren häufig an den Grünen klebte.
„Sie will Cannabis wieder verbieten. Bei der Selbstbestimmung über den eigenen Körper hadert sie auch und will, dass Abtreibungen weiterhin im Strafgesetzbuch stehen.“ Und dann auch noch die Ablehnung des Sternchens.
Allerdings hat Ricarda Lang beim Gendern selbst eine Entwicklung durchgemacht. 2022 sagte sie, das sei „kein Thema, das mich übermäßig interessiert“.
Sie wolle den Fokus eher auf bessere Lohnentwicklung in Pflegeberufen und z. B.
Frauenhausfinanzierung legen. Vor knapp einem Jahr räumte sie dann Fehler ihrer eigenen Partei beim Gendern ein: „In der richtigen Bemühung um Antidiskriminierung und Vielfalt haben auch wir uns manchmal zu stark auf sprachliche Codes fokussiert.“ Damit habe man „viele verschreckt“.
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