Im ZDF-Morgenmagazin wurde der AfD-Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, vor der Landtagswahl intensiv befragt. Besonders ins Stocken geriet er bei Fragen zu ausländischen Fachärzten.
Der Moderator Andreas Wunn zitierte das AfD-Wahlprogramm, das ausländische Ärzte wegen Sprachbarrieren und angeblich zweifelhafter Qualifikationen kritisch bewertet. Siegmund wich mehrfach aus und erwähnte stattdessen den Magdeburg-Attentäter mit ausländischem Hintergrund.
Auf die Forderung nach Belegen reagierte er genervt. Wunn entgegnete, es gebe bereits strenge Fachsprachprüfungen mit hohen Durchfallquoten und kaum Beschwerden über ausländische Ärzte.
Auch zu wirtschaftlichen Themen zeigte sich Siegmund uneindeutig: Sein 100-Tage-Programm enthalte kaum konkrete Maßnahmen zur Wirtschaftspolitik. Zudem wurde der AfD-Politiker mit provokativen Aussagen seines Landesvorsitzenden konfrontiert, auf die er ausweichend reagierte.
Das Interview endete mit der Feststellung des Moderators, dass sich Siegmund mehrfach widersprochen habe, während der AfD-Kandidat seinen üblichen Angriffen auf öffentlich-rechtliche Medien keinen Erfolg hatte.
