Bruder kommt mit Enthüllungsbuch: Mega-Zoff um Dianas Beerdigung „Sei versichert: Wir werden sie schon bald vergessen!“ ++ Hat Charles das wirklich gesagt? Ein Moment, der sich ins Gedächtnis eingebrannt hat: Hinter Dianas Sarg liefen am 6. September 1997 William (damals 15, l.), Charles Spencer (damals 33, 2.v.l.), Harry (damals 12) und Prinz Charles (damals 48, r.).

Prinz Harry hat mittlerweile mehrfach erklärt, wie sehr es ihn belastet und traumatisiert habe, dass man von ihm verlangte, so öffentlich von seiner geliebten Mutter Abschied zu nehmen

London (England) – Fast 30 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana (†36) erschüttern neue Vorwürfe das britische Königshaus. In seinem Enthüllungsbuch „Swan Song: Diana, meine Schwester“ (erscheint am 22. September) schildert Dianas Bruder Charles Spencer (62) einen wütenden Streit mit dem heutigen König Charles III.

(77), der sich kurz nach dem Tod der Königin der Herzen zugetragen haben soll. Der Palast fühlte sich von den angeblichen Enthüllungen so sehr in die Enge getrieben, dass er jetzt mit einem ungewöhnlichen Statement reagierte.

Rückblick: Im August 1997 trauerte die Welt um die verstorbene Prinzessin Diana. Millionen Menschen legten Blumen nieder, weinten vor den Toren des Kensington Palastes.

Doch hinter den Palastmauern soll es damals zu einem heftigen Streit um Dianas Beisetzung gekommen sein. In seinen Memoiren, aus denen die britische „Daily Mail“ vorab Auszüge veröffentlicht, schildert Charles Spencer einen Konflikt mit Charles.

Anlass war die folgenschwere Frage, ob die Prinzen William (damals 15) und Harry (damals erst 12) im Trauerzug hinter dem Sarg ihrer verstorbenen Mutter durch London laufen sollten. Charles Spencers (62) Buch „Swan Song: Diana, meine Schwester“ wird am 22. September (Penguin Verlag, 28 Euro) weltweit veröffentlicht.

Schon vor seinem Erscheinen schickt es ein Beben durch den Buckingham-Palast

Laut Spencer habe Charles darauf bestanden. Charles Spencer hingegen habe dem damaligen Kronprinzen gesagt, Diana hätte niemals gewollt, dass William und Harry einer solch öffentlichen Belastung ausgesetzt würden.

Zu Prinz Charles habe er daher in einem Telefonat gesagt: „Das wird nicht passieren.“

Der Sarg der verstorbenen Prinzessin Diana wurde von ihrem Wohnort, dem Kensington-Palast, zur Westminster Abbey gefahren, wo der Trauergottesdienst stattfand. Die Straßen waren damals von Menschen gesäumt.

Auf dem Sarg lag ein Brief mit dem Wort „Mommy“

In seinem Buch beschreibt Spencer, wie das Gespräch immer aggressiver wurde. Als er Charles daran erinnert habe, dass dieser bei der Beerdigung seines Großonkels Lord Mountbatten bereits 30 Jahre alt gewesen sei, habe der heutige König die Beherrschung verloren.

Charles soll über Diana gesagt haben: „Wir werden sie schon bald vergessen!“

Doch daraufhin sei ein wütender Charles „ausgerastet“, behauptet Spencer. Er schreibt: „Prinz Charles ließ seinem Zorn freien Lauf, ohne dass ich ihn unterbrach.

Dann hielt er inne. Ich nahm an, dass diese Pause ein Zeichen dafür war, dass er versuchte, sich wieder unter Kontrolle zu bringen, doch dann ließ er am Telefon all das heraus, was ich schon immer als seine aufgestaute Verachtung für Diana und sein Entsetzen darüber empfunden hatte, dass die Welt von ihrem Tod so überwältigt war.

‚Sei versichert‘, zischte er, ‚wir werden sie schon bald vergessen!‘“

Ein Moment, der sich ins Gedächtnis eingebrannt hat: die Prinzen William, damals 15, und Harry, damals erst 12, folgen mit geneigten Köpfen dem Sarg ihrer geliebten Mutter Diana (†36) durch die Straßen Londons

„Ich kann nicht glauben, dass du das gesagt hast“

Der Bruder der verstorbenen Prinzessin schildert, wie ihn diese Worte völlig sprachlos gemacht hätten. Spencer schreibt weiter: „Ich war so fassungslos“, dass er zunächst einige Sekunden gebraucht habe, um überhaupt zu antworten.

Dann habe er gesagt: „Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast“, und aufgelegt. Das Verhältnis zwischen König Charles III.

(r.) und seinem Schwager Charles Spencer (hier bei der Einweihung eines Brunnens zum Gedenken an Diana im Juli 2004) gilt seit Jahren als schwierig. Immer wieder ließ der Earl Kritik an der Monarchie und dem heutigen König anklingen, etwa in seiner vielbeachteten Grabrede für Diana, in der er den Umgang des Palastes mit seiner Schwester scharf kritisierte

Der Palast reagiert mit ungewöhnlichem Statement

Bemerkenswert ist die Reaktion des Buckingham-Palastes.

Am Mittwochabend veröffentlichte der Hof ein ungewöhnliches Statement zu den Vorwürfen. Darin heißt es: „Auch wenn wir uns grundsätzlich nicht zu Büchern äußern, ist sich Seine Majestät bewusst, dass der Schmerz brüderlicher Trauer die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise verfälschen kann, die anderen nicht bewusst ist – selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust.“

Eine direkte Zurückweisung der Vorwürfe ist das nicht, gleichzeitig stellt der Palast damit die Erinnerung des Diana-Bruders infrage.

Fest steht: Mit seinem Buch reißt Charles Spencer alte Wunden wieder auf. Und fast drei Jahrzehnte nach Dianas Tod steht die Royal Family erneut vor unangenehmen Fragen über die Zeit, die auf den Verlust der beliebtesten Prinzessin der Welt folgten.

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