Wegen Israels Teilnahme am Wettbewerb: Irland boykottiert ESC erneut Dieses Jahr wurde der israelische Sänger Noam Bettan (28) mit seinem Song „Michelle“ auf den zweiten Platz gewählt. Auch 2026 boykottierten mehrere Länder den Wettbewerb wegen der Teilnahme Israels Dublin (Irland) – Der Ton wird rauer beim Eurovision Song Contest: Wie jetzt bekannt wurde, boykottiert Irland den Musikwettbewerb erneut und verzichtet 2027 wegen der Teilnahme Israels sowohl auf einen eigenen Beitrag als auch auf die TV-Übertragung.

Bereits in diesem Jahr setzte das Land aus, um damit ein politisches Statement zu setzen. Die Absage veröffentlichte am Donnerstag der irische Rundfunksender RTE.

Der Sender erklärte, dass Irland keinen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2027 im bulgarischen Burgas entsenden werde – und die Show auch nicht im Fernsehen übertragen wolle. Als Begründung nannte der Sender den „erschütternden und anhaltenden Verlust von Menschenleben im Gazastreifen“.

Nahost-Konflikt beeinflusste ESC bereits in diesem Jahr

Bereits 2026 beeinflussten politische Konflikte die größte Musikshow der Welt. Neben den Iren boykottierten weitere große TV-Sender aus Spanien, Island, den Niederlanden und Slowenien den europaweiten Wettbewerb.

Während Irland sogar auf eine TV-Übertragung verzichtete, entsandten die anderen Länder keine Teilnehmer zum ESC. Hintergrund war die Kritik an der Entscheidung der Europäischen Rundfunkunion (EBU), Israel trotz des Gaza-Kriegs weiterhin teilnehmen zu lassen.

Deutschland und andere Länder stellten sich gegen einen Ausschluss. Im Mai bescherte die Bulgarin Dara (28) ihrem Land den allerersten ESC-Titel – sie gewann in Wien mit dem Song „Bangaranga“

2027 gehen die Boykotte nun weiter.

Die niederländische öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft Avrotros kündigte bereits am 24. August an, den ESC 2027 ebenfalls boykottieren zu wollen. In einer Erklärung bezeichnete der Sender den Wettbewerb als „Plattform für Spaltung“ und argumentierte, der ESC könne nicht länger als politisch neutral angesehen werden, solange ein Teilnehmerland in einen groß angelegten militärischen Konflikt verwickelt sei.

Die politischen Spannungen rund um den Nahost-Konflikt führten zuletzt auch zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen für Israels ESC-Teilnehmer. Im Mai trat der israelische Sänger Noam Bettan (28) in Wien für sein Land an.

Er bewegte sich im Vorfeld des Wettbewerbes abgeschirmt, verzichtete auf öffentliche Proben und stand unter verstärktem Sicherheitsschutz. Am Ende sang er sich mit seinem Song „Michelle“ auf Platz zwei des Wettbewerbes.

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