Handball-Hammer: Zeitstrafe für Wiegert, Höchststrafe für Magdeburg Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert kassierte sogar eine Zeitstrafe Was für ein Kracher in der Opel Handball-Bundesliga am Sonntagabend! Riesen-Duell in der Kasseler Rothenbach-Halle zwischen der MT Melsungen und dem amtierenden Meister SC Magdeburg.

Beim 37:34 (19:14) mit dem sensationell besseren Ende für die überragenden Melsunger. Handball: Zeitstrafe für Wiegert, Höchststrafe für Magdeburg

Die erste Hälfte geht komplett an die Melsunger, die nach 20 Minuten schon 13:7 in Führung liegen und sich da schon fast im Handball-Rausch befinden.

SCM-Trainer Bennet Wiegert während einer Auszeit: „Jetzt ist Schluss! Wir sind hier über 20 Minuten viel zu soft.

Seid fokussiert!“ Folge ist wenig später Melsungens 15:8-Führung. Unter sieben Toren Rückstand hat Magdeburg schon lange nicht mehr gelitten.

Zur Pause führt Melsungen ohne Rückraum-Linkshänder (!) 19:14, das Trikot von Magdeburgs Felix Claar ist da auf Brusthöhe längst zerfetzt. Diese erste Halbzeit ist denkwürdig, weil Magdeburg eine ungewohnt hohe Fehlerquote hat.

Melsungens Dimi Ignatow: „Wir dürfen nicht vergessen – das ist der SC Magdeburg. Eine Minute kann da schon viel ausrichten.“

Nach dem Wechsel geht Melsungens beherzte Handball-Show weiter.

In der 38. Minute ist SCM-Coach Wiegert so unzufrieden mit einem Pfiff gegen sein Team, dass er selbst eine Zeitstrafe kassiert und seine Mannschaft in eine Unterzahl jagt. Bemerkenswert: in der 40. Minute hat Magdeburg schon 13 technische Fehler produziert, Melsungen nur einen.

Findet der deutsche Meister noch einen Ausweg aus seiner überraschend misslichen Situation? Melsungen führt in der 48. Minute 32:24, dem SCM droht zu diesem Zeitpunkt eine fette Abreibung.

Die wird es am Ende nach starkem Magdeburger Endspurt zwar nicht, aber der Titelträger kassiert dennoch seine erste Saisonniederlage. Wiegert am Dyn-Mikro: „Wir haben uns schwergetan, ins Spiel zu finden.

Wir haben die Intensität zu spät angenommen.“

SG Flensburg-Handewitt – HC Hamburg 37:34 (19:16)

Im zweiten Spiel am Sonntagabend kommt Flensburg zum erwarteten Sieg im kleinen Nord-Derby gegen den HC Hamburg. Flensburg damit gerüstet für kommenden Samstag (18 Uhr) und das Hass-Derby beim THW Kiel.

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