Rekord-Kick in den Alpen: Warum Fußball die NFL-Legende stark machte Sein schwerster Schuss: Adam Vinatieri (heute 53) glich 2002 im Schneetreiben gegen die Oakland Raiders aus Spektakuläre Aktionen liegen bei Adam Vinatieri (53) in der Familie. Der legendäre Motorrad-Stuntman Evel Knievel (†69) war ein entfernter Cousin der NFL‑Legende.

Knievel zog sich in seiner Karriere 433 Knochenbrüche zu – und kam damit sogar ins „Guinnessbuch der Rekorde“! Wenn das Wetter mitspielt, kann sich Vinatieri heute ebenfalls dort verewigen: mit dem höchsten Field Goal aller Zeiten.

Auf dem Jungfraujoch in den Schweizer Alpen will Vinatieri das Leder-Ei auf 3454 Metern Höhe durch die Torstangen kicken. „Ich habe in meiner Karriere schon viele besondere Kicks gemacht“, sagt der viermalige Super-Bowl-Champion.

„Die Bedingungen hier sind völlig anders als alles, was wir aus der NFL kennen. Genau das macht den Reiz dieser Challenge aus und ich freue mich darauf, noch einmal zu zeigen, welche Magie in einem einzigen Kick stecken kann.“

Spektakuläre Rekord-Kulisse: Das Jungfraujoch in den Schweizer Alpen

In 24 (!) Profi-Jahren verwandelte Vinatieri für die Patriots und die Indianapolis Colts 599 Field Goals und verdiente rund 51 Mio.

Dollar. Dieses Frühjahr wurde er sogar in die „Hall of Fame“ (Ruhmeshalle) aufgenommen.

„Der schwerste Kick meiner Karriere war im AFC Divisional Game 2002 gegen die Raiders“, erinnert sich Vinatieri vorm Start mit dem Helikopter ins ewige Eis der Schweizer Berge. „45 Yards, mitten im Schneesturm und praktisch keine Zeit mehr auf der Uhr.

Das ist der Kick, an den ich mich am liebsten erinnere. Und natürlich die beiden Super Bowls, zu denen ich beitragen konnte.“ 2002 und 2004 entschied er die Endspiele an der Seite von Quarterback-Idol Tom Brady (49) für die New England Patriots.

Rekord-Kick in den Alpen: Warum Fußball die NFL-Legende Adam Vinatieri stark machte

„Ich habe den Druck einfach genossen“, erzählt Vinatieri. „Einige Menschen mögen es nicht, in den letzten Minuten auf dem Platz zu stehen.

Ich habe bei der Fußball-WM die Elfmeterschießen gesehen. In dem Moment geht es um alles.

Solche Situationen habe ich immer geliebt. Ich wollte immer derjenige sein, der in dem Moment auf dem Feld steht.“

Seine Karriere bekam ihren Kick in Europa.

Denn nach dem College wechselte er 1995 in die damalige NFL Europe zu den Amsterdam Admirals – und empfahl sich damit für seinen ersten Vertrag bei den Patriots. „Ich habe die NFL Europe geliebt“, erinnert er sich heute.

„Es war eine großartige Erfahrung. Ich kam von einem kleineren College und bekam nicht dieselbe Aufmerksamkeit.

In der NFL Europe hatte ich die Chance, professionell Football zu spielen.“

Was kaum einer weiß: Seine ersten Lebensjahre verbrachte der dreimalige Pro-Bowler in Deutschland! „Mein Vater war Soldat und wir waren in Deutschland stationiert.

Aber das letzte Mal, dass ich da war, war, als wir 1995 mit den Admirals in Düsseldorf und Frankfurt Football gespielt haben. Die Fans in Deutschland waren fantastisch.

Sie waren nicht nur laut und hatten Spaß am Football – sie kannten sich auch mit Football aus. Das hat mich wirklich beeindruckt.“

Umso mehr freut sich Vinatieri, dass „seine“ Patriots am 15. November gegen die Detroit Lions ein Gastspiel in München geben.

„Das Erste, was ich mit Deutschland verbinde, ist das Oktoberfest“, lacht Vinatieri. „Wir haben etwas davon in die Staaten gebracht.

Meine Mutter hat deutsche Vorfahren, daher haben wir diese Tradition ein bisschen gepflegt. Ihre Eltern sind nach South Dakota ausgewandert und dort Farmer geworden.

Meine Großeltern und meine Mutter haben Deutsch gesprochen, aber sie haben es mir leider nicht beigebracht.“

Dafür vererbten sie die Leidenschaft für Fußball. Bis zum College spielte Vinatieri neben Football stets auch „Soccer“: „Dadurch habe ich eine Menge Kontrolle über meine Füße bekommen und es hat die Auge-Fuß-Koordination gefördert.

Die meisten Kicker in der NFL heutzutage haben Fußball gespielt, als sie jünger waren. Es ist nicht exakt dasselbe und nicht jeder Fußballspieler ist auch ein guter Kicker.

Aber es hat mir definitiv dabei geholfen, starke Beine zu bekommen.“

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