Erstes Spiel ohne Pfiffe: St. Paulis Fans beenden Reese-Leiden Wolfsburgs Stürmer Fabian Reese (28) blieb gegen St.

Pauli torlos

Ist die Fan-Hölle jetzt vorbei? Im Sommer wechselte Fabian Reese (28) für 8 Millionen Euro von Hertha BSC zu Wolfsburg.

Seitdem muss der Stürmer an jedem Spieltag Dauerpfiffe in den Stadien ertragen. Hinzu kommen tägliche Beschimpfungen in den sozialen Netzwerken oder auch Verbalattacken auf der Straße.

Er wird zum Sinnbild für den Verkauf der Fußball-Kultur dämonisiert. Bei der Last-Minute-Pleite am heutigen Abend (12.9.) gegen St.

Pauli (0:1) verstummten unter Dauerregen zumindest die Hasspfiffe. Das Kiez-Publikum (insgesamt 29.546 Zuschauer) hielt sich mit Hetze zurück.

Da schienen die mahnenden Worte u.a. von Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz (61) angekommen zu sein.

Auch gegen Ex-Verteidiger Hauke Wahl (32) gab es kein Pfeifkonzert. Der gebürtige Hamburger ging im Sommer nach drei Jahren bei St.

Pauli für 2 Mio. Euro Ablöse zu den Niedersachsen.

VfL Wolfsburg: St.-Pauli-Fans beenden Reese-Leiden

Ärger machten allerdings die Wölfe-Anhänger. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde im Gästeblock zahlreiche Pyrotechnik abgefackelt.

Sogar eine Silvesterrakete wurde gezündet. Sportlich feierte Brasilien-Verteidiger Cleiton (23) sein Zweitliga-Debüt für den VfL.

Verzichten musste Trainer Tobias Strobl (38) auf Top-Angreifer Robert Glatzel (32). Der ehemalige HSV-Profi musste krankheitsbedingt auf seine Hamburg-Rückkehr verzichten.

Insgesamt tauschte Strobl seine Startelf aus dem Cottbus-Spiel (4:4) auf vier Positionen. Paulis Sieglos-Trainer Marcel Rapp (47) nahm sogar fünf Änderungen vor.

Mit Erfolg. Rapp feiert seinen ersten Saison-Dreier dank Siegtorschütze Joel Chima Fujita (24).

► Das erste Ausrufezeichen gab es allerdings von den Gästen in der 5. Minute.

Ein Reese-Freistoß aus 18 Metern landete allerdings nur an der Latte. Ansonsten hatte St.

Pauli in der ersten Halbzeit die besseren Tormöglichkeiten, scheiterte aber regelmäßig an Wolfsburgs polnischem Torwarttalent Jakub Zieliński (18). ► Nach einer Stunde glichen die Hausherren bezüglich Alu-Treffer aus, nachdem Mittelfeld-Profi Connor Metcalfe (26) einen Ball an die Latte geknallt hatte.

Und die Wölfe? Der Aufstiegsfavorit Nummer 1 blieb offensiv zu harmlos und kassierte durch den Fujita-Treffer in der 88.

Minute seine erste Saison-Niederlage. FC St.

Pauli: Voll (3) – Pyrka (3), Nemeth (3), Ritzka (3/67. Dzwigala/3), Oppie (3) – Smith (3), Rasmussen (4), Metcalfe (2/90.

Klein/-), Fujita (3) – Niang (4/70. Kaars/4), Ceesay (3/90.

Hara/-)

VfL Wolfsburg: Zieliński (2) – Fischer (4), Wahl (4), Cleiton (4/65. Adjetey/4), Maehle (4) – Damar (4/65.

Dardai/4), Souza (4), Svanberg (4/74. Arnold/4) – Bernhardsson (5/82.

Besio/-), Shiogai (5/74. Gerhardt/4), Reese (4)

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