Union Berlins Geschäftsführer Dirk Zingler erklärte auf der Mitgliederversammlung, dass die Klubführung Transfererlöse als festen Bestandteil ihres Finanzplans betrachtet. Der Verkauf von Spielern sei notwendig, um einen ausgeglichenen Haushalt zu gewährleisten, und diene nicht der Erwirtschaftung von hohen Gewinnen.

Dabei denkt Union schon weit über die aktuelle Saison hinaus und plant mögliche Verkaufserlöse bereits für das Jahr 2027 ein. Spieler werden daher nicht ausschließlich nach sportlichen Aspekten ausgewählt, sondern auch mit Blick auf ihre zukünftige Marktwertentwicklung.

Der kürzliche Transfer von Ilyas Ansah zu Hull City ist Teil dieses Geschäftsmodells. Zudem äußerte sich Zingler sehr positiv über Josip Juranovic, der trotz vorheriger Spekulationen um seine Zukunft nun wieder eine wichtige Rolle im Team spielt.

Der personelle Wechsel in der Innenverteidigung wurde bewusst vorbereitet, um frühzeitig neue Spieler, darunter auch Leihauskünfte wie die Rückkehr von Oluwaseun Ogbemudia, zu integrieren. Zingler bestätigte, dass Trainer Mauro Lustrinelli Spieler erhält, die sowohl sportlich als auch vom Verein gewollt sind.

Abschließend gab er eine Einschätzung zur Wettbewerbsfähigkeit des Klubs ab: In drei bis vier Jahren möchte man sich in der Liga mit Mannschaften wie Augsburg, Mainz oder Freiburg messen können. Damit bleibt der Verein trotz vergangener Erfolge realistisch in seinen Erwartungen.