Wieder nichts mit einspielen: So viele Nationalspieler schickt der HSV los Zakaria El Ouahdi (24/l., hier im Duell mit Leipzigs Raum) muss nach knapp drei Wochen in Hamburg wieder los Einer der Gründe für den schlimmen Saisonstart des HSV ist die fehlende Eingespieltheit der Mannschaft. Gleich mehrere wichtige Profis kamen erst zum Ende des Transferfensters oder waren vorübergehend angeschlagen.

Eigentlich wäre die neue, dreiwöchige XXL-Länderspielpause nach dem Köln-Heimspiel die Gelegenheit, um die Chemie weiter zu verbessern. HSV: Einspielen in der Länderspielpause wird schwer

Doch den HSV erwartet im zweiten Bundesliga-Jahr ein neues Problem.

Viele der Profis und besonders der Zugänge sind inzwischen so gut, dass sie auch für ihre Nationalmannschaften nominiert werden. In der kommenden Abstellungsperiode sind acht HSV-Profis unterwegs.

Keeper Sander Tangvik (23) sowie Last-Minute-Transfer und Linksverteidiger David Møller Wolfe (24) spielen für Norwegen, treffen in zwei von vier Nations-League-Spielen auf Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo (41). Zudem gibt es ein Duell mit HSV-Kollegen Albert Grønbaek (25), der für Dänemarks Nationalelf nominiert wurde.

David Møller Wolfe (24) stand für Norwegen bei der WM in fünf von sechs Partien auf dem Feld

Gleich zwei Sommer-Zugänge sind in der Quali für den Afrika-Cup gefragt. Rechtsverteidiger Zakaria El Ouahdi (24/kam ebenfalls erst am 1. September) tritt für Marokko an, Stürmer Patson Daka (27) für Sambia.

Der zuletzt fehlerbehaftete Warmed Omari (26) reist wie in der Vorsaison von Hamburg aus zur Nationalelf der Komoren. Otto Stange (19) steht erstmals im U20-Aufgebot des DFB.

Teenie-Entdeckung Louis Lemke (16) wurde von der deutschen U19 zum Fünf-Nationen-Turnier in Spanien berufen. „Natürlich hilft uns die Zeit hier mit den Jungs mehr“, räumt Trainer Merlin Polzin (35) ein: „Aber der Stolz, den die Jungs haben, der wiegt viel größer und gibt ihnen mehr Kraft.

Da ist es eher der richtige Weg, diese Momente zu genießen.“

Und weiter: „Wir sind auch stolz drauf, dass der HSV wieder zahlreiche Nationalspieler hat. Das war in meiner Zeit nicht immer so.

Das waren mal zwei oder drei. Jetzt ist es eine deutlich größere Zahl.“

Mit Terem Moffi (27/Nigeria), Yussuf Poulsen (32/Dänemark) und Miro Muheim (28/Schweiz) sind drei bereits etablierte, aber nicht vollständig belastbare Nationalspieler nicht eingeladen worden.

Polzin: „Wir werden die Zeit mit dem Training und dem Testspiel (am 4. Oktober gegen Kopenhagen, d. Red.) nutzen, um auf das Spiel in Hoffenheim (10. Oktober, d.

Red.) bestmöglich vorbereitet zu sein. Bei den Jungs, die Rückstand haben, werden wir die Sachen aufarbeiten.“

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