Retter von St. Pauli: Kaars erklärt seinen Jubel-Lauf St.
Paulis Co-Trainer Peter Nemeth (54/l.) feiert mit Torschütze Martijn Kaars (27) das späte 1:1
Das nennt man wohl eine goldenes Händchen. St.
Paulis Trainer Marcel Rapp (47) ging in der Zweitliga-Partie in Cottbus bei 0:1-Rückstand in der Schlussphase All-in, wechselte drei Stürmer und mit Martijn Kaars (27) dann auch den Torschützen zum 1:1 ein. Der Retter von St.
Pauli feierte seinen Treffer allerdings erst mit einem anderen Trainer. Sein erster Weg nach dem Tor führte zu Co-Trainer Peter Nemeth (54) an die Seitenlinie.
Warum das? Kaars erklärte hinterher: „Es ist immer schön, ein Tor zu machen.
Und dann noch ein so wichtiges. Ich bin zu Peter gerannt.
Ich trainiere immer extra nach dem Training mit ihm. Er hat schon vor einiger Zeit zu mir gesagt: ‚Wenn du ein Tor machst, komm zu mir, wir können dann zusammen jubeln.’ Ich habe das nicht vergessen.“
Das Tor war auch ein Ergebnis des vollen Risikos, das Rapp in der Schlussphase ging.
Auch dazu lieferte Kaars die Erklärung: „Wir hatten einen klaren Plan nach der Pause. In den ersten zwanzig Minuten erst ein bisschen mehr abwarten und verteidigen, Kontrolle haben.
Als dann Hara und Jones hereinkamen, wollten wir mehr Risiko eingehen. Und haben dann direkt das Tor gemacht.
Das war top.“
Rapp über die erfolgreiche Schlussphase: „Wir mussten All-in gehen. Martijn hat ein Super-Tor gemacht, das freut mich sehr.
Er hat wieder bestätigt, dass er ein sehr guter Spieler ist. In der Vergangenheit hieß es immer, er braucht zu viele Chancen.
Ich glaube, wir haben uns den Punkt verdient, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.“
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