Weltmeister lobt Teamgeist: Nürnbergs Rückwärtsbewegung begeistert Klose Überzeugte mit seiner Mannschaft auch in Karlsruhe: Nürnberg-Trainer Miroslav Klose (48) Nürnberg – Hat es so etwas in der jüngeren Vereinsgeschichte schon mal gegeben? Gegen den vorherigen Angstgegner Karlsruher SC (1:0/zuvor fünf Pleiten im Wildpark) zeigte der 1. FC Nürnberg in Bezug auf Dominanz, Ballsicherheit und Mentalität über eine Stunde lang einen nahezu perfekten Auswärtsauftritt.
Bis zum Abseitstor des KSC (64. Minute) hatte der Club einen Ballbesitz von knapp 80 (!) Prozent. So einen Wert erreicht nicht einmal Bayern München in den meisten Bundesliga-Spielen.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Franken nach Zomas toll herausgespieltem Führungstreffer (31.) bis zur letzten Sekunde noch um den hochverdienten Auswärts-Dreier zittern mussten. Rechtsverteidiger Tim Janisch (21) über die unnötig spannende Schlussphase: „Wir wurden dann etwas passiv und lassen den KSC ins Spiel kommen.
Dennoch haben wir über das ganze Spiel eine super Mentalität gezeigt, in der Schlussphase alles wegverteidigt und zu null gespielt. Auch darauf können wir stolz sein.“
Zoma gewinnt die meisten Zweikämpfe
Das war auch Erfolgscoach Miroslav Klose (48).
Auch wenn seine junge Mannschaft eine Vorentscheidung verpasste, war der Weltmeister vom Einsatzwillen begeistert: „In der zweiten Halbzeit haben wir manchmal zu kompliziert gespielt. Aber die Rückwärtsbewegung war heute fantastisch.
Da hat man nie das Gefühl gehabt, dass etwas anbrennt. Jeder hatte Lust, nicht nur ein Spieler, sondern zwei, drei.
Das war heute fantastisch.“
Und es war das perfekte Abschiedsgeschenk für Top-Knipser Mohamed Ali Zoma (22). Vor seiner Abreise zur italienischen Nationalmannschaft konnte Zoma nicht nur mit seinem Siegtreffer (sechstes Saisontor!) noch einmal Werbung in eigener Sache machen.
Zoma war zudem der zweikampfstärkste Spieler (19 gewonnene Duelle). Der Matchwinner strahlte nach dem Spiel: „Das ist auch für mich der beste Saisonstart in meiner bisherigen Karriere.
Ich bin sehr glücklich darüber, aber auch über den heutigen Sieg. Wir sind einfach gut drauf.
Wir gehen damit jetzt erst mal in die Pause und wollen danach genau da weitermachen.“ Denn danach wartet mit einem hoffentlich frisch gebackenen italienischen Nationalspieler das ultimative Spitzenspiel gegen Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg. Erst dann will sich auch Klose zu seinem persönlichen Saisonziel äußern.
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