Ransford Königsdörffer erzielte beim 5:0-Erfolg von Mainz gegen den Hamburger SV in der Nachspielzeit das letzte Tor und feierte diesen Treffer mit einem lauten Jubel vor den Mainz-Fans, bei dem er die Hände provokativ hinter die Ohren hielt. Dieser Jubel sorgte für heftige Reaktionen, da Königsdörffer im Sommer ablösefrei von Hamburg nach Mainz gewechselt war und in seiner letzten HSV-Saison oft kritisiert wurde.

HSV-Fans hatten ihn bei seiner Einwechslung bereits ausgebuht. Sein Mannschaftskollege Phillip Tietz verteidigte Königsdörffer und betonte, dass dieser mit seinem Jubel offenbar nur jene adressieren wollte, die ihm beleidigende Nachrichten geschickt hatten.

Tietz kritisierte die Hassnachrichten, die Königsdörffer während seiner HSV-Zeit erreichten, als „unter der Gürtellinie“. HSV-Kapitän Nicolai Remberg sprach mit Königsdörffer nach dem Spiel, hob zwar dessen schwierige Situation hervor, fand den Jubel aber unpassend und unkorrekt.

Auch Ex-Torwart René Adler äußerte sich kritisch, da bei einem Spiel gegen den früheren Verein Respekt erwartet werde. Der Trainer des HSV, Merlin Polzin, bewertete die Diskussion gelassen.

Er sehe in Königsdörffers Jubel keine böse Absicht und wolle nicht, dass sein Team sich nach einer deutlichen Niederlage durch diese Kontroverse ablenken lasse.