Hasan Ismaik, seit 2011 Mehrheitsgesellschafter des TSV 1860 München und Investor mit über 80 Millionen Euro Investment, plant eine Schadensersatzklage gegen den Verein. Der Hintergrund ist die Insolvenz der Lizenzfußball-Abteilung, die am 1.
September offiziell eröffnet wurde, nachdem dem Club Ende Mai der Zwangsabstieg in die Regionalliga drohte. Der Verein hatte rund 2,3 Millionen Euro für die Drittligalizenz nicht aufbringen können.
Nach Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik gründeten die Verantwortlichen eine neue Fußball-Betriebsgesellschaft, die aktuell in der Regionalliga spielt. Ismaik wirft den Verantwortlichen vor, die Insolvenz vorsätzlich herbeigeführt zu haben und bezeichnet die damit verbundenen Maßnahmen als sittenwidrig.
Er kritisiert neben dem Präsidium und Aufsichtsratsvorsitzenden auch den Geschäftsführer und sieht Verstöße gegen das Gesellschaftsrecht sowie strafrechtlich relevante Vorgänge. Zudem betont er, dass das Verhältnis zu den Vereinsgremien seit Jahren zerrüttet ist und er mehrfach versucht habe, seine Anteile zu verkaufen.
Eine Klage hat Ismaik bislang nicht eingereicht, kündigt jedoch an, die Entwicklungen genau zu beobachten und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Die endgültige Entscheidung über die Vorwürfe wird letztlich vor Gericht erwartet.
