Jürgen Klopp wird am 24. September erstmals als Bundestrainer an der Seitenlinie für Deutschland stehen.

Im Interview erläutert der 59-Jährige, wann er besonders fordernd wird: Er schraubt die Intensität hoch, wenn er den Eindruck hat, dass Spieler nicht voll bei der Sache sind. Dabei betont Klopp, dass er seine Emotionen offen zeigt und Schwierigkeiten hat, Ungerechtigkeit zu akzeptieren.

Seinen impulsiven Stil kennt man bereits aus seiner Zeit beim BVB, wo er mit Leidenschaft an der Linie agierte. Klopp reflektiert auch über die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs.

Zwar könne dieser die Stimmung in Städten positiv beeinflussen, doch über diese Rolle hinaus habe Fußball keine direkte gesellschaftliche Auswirkung. Er hält nichts davon, sportliche Erfolge als Wirtschaftsfaktoren zu betrachten.

Vor bedeutenden Spielen, wie dem Champions-League-Finale 2019, habe er Respekt vor der Situation gezeigt, ließ sich negative Gedanken aber erst im Ernstfall zu. Geduld und realistische Erwartungen sieht Klopp als wichtig an, insbesondere was seine Arbeit mit der Nationalmannschaft betrifft.

Er weist darauf hin, dass Veränderungen Zeit brauchen und kritisiert die schnelle Urteilskraft gegenüber Trainern und Spielern. Mit seiner klaren Haltung fordert Klopp vor allem Einsatz und Konzentration seiner Spieler, um die deutsche Nationalmannschaft wieder in große Endspiele zu führen.