„Nagelsmann hätten sie zerrissen“: Hamann-Kritik an Klopp-Entscheidung! Didi Hamann bestritt 59 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft Der historische 44-Mann-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp beschäftigt weiterhin Fußball-Deutschland.

Sky-Experte Didi Hamann spricht im Bundesliga-Vorlauf des Pay-TV-Senders ein „warnendes Wort“ aus. Der ehemalige Nationalspieler sagt zu Moderatorin Britta Hofmann: „Stell dir mal vor, der Nagelsmann hätte das gemacht.

Ich will nur mal ein warnendes Wort aussprechen. Den Nagelsmann hätten sie zerrissen.

Bei Klopp sagen alle ‚wunderbar’.“

Hamann weiter: „Es gibt einen Ansatz, viele Spieler einzuladen. Ob er alle hätte einladen müssen, lasse ich mal dahingestellt.

Ob er damit jemandem einen Gefallen tut, ist die andere Frage. Einige werden nicht spielen und dann die Nationalmannschaft möglicherweise nie wieder sehen.

Sie sind dann aber Nationalspieler – und werden daran gemessen.“

Hamann über den Klopp-Start: „Man muss vorsichtig sein“

Klopp will sich von möglichst vielen Spielern ein Bild verschaffen. Das Besondere: Nach zwei von vier Partien wechseln sich die Kader ab.

Aus dem Klopp-Kader sind folgende 16 der 44 Spieler noch ohne Länderspiel: Finn Dahmen, Jonas Urbig, Noah Atubolu, Hennes Behrens, Max Rosenfelder, Philipp Treu, Bambasé Conté, Yannik Engelhardt, Younes Ebnoutalib, Finn Jeltsch, Mika Baur, Said El Mala, Brajan Gruda, Vitaly Janelt, Felix Keidel und Derry Scherhant. Hamann erklärt außerdem: „Die Euphorie entsteht durch ihn.

Er kann ja im Moment machen, was er will. Und schon sagen die Leute: ‚Das war die beste PK, das beste dies, das beste das.’ Um ihn hat sich ein Personenkult entwickelt.

Das ist irgendwo auch verständlich, weil er unheimlich erfolgreich war. Was er in Liverpool gemacht hat, wird wahrscheinlich unerreicht bleiben.

Man muss nur vorsichtig sein, dass alles, was gemacht wird, nicht kritisch hinterfragt wird. Es gibt auch Argumente gegen diese 44 Mann.

Wie gesagt, die Euphorie ist durch ihn entstanden. Jetzt müssen wir hoffen, dass sich das auf dem Feld auch widerspiegelt.“

Abschließend sagt Hamann: „Er ist ein guter Kommunikator.

Ich will nur davor warnen, dass wir jetzt nicht die Welt erobern. So einfach ist es nicht.

Da gehört harte Arbeit dazu. Die Zeichen sind aber schon mal gut.

Dass er zu den Vereinen fährt, was ja noch nie einer gemacht hat – da bin ich großer Fan von.“

Die Nationalmannschaft startet am 24. September in Amsterdam mit dem Prestigeduell gegen Holland in die neue Länderspiel-Saison. In der Nations League kommt es innerhalb von zehn Tagen zu drei weiteren Gruppenspielen gegen Griechenland, Serbien und in Griechenland.

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