Neuer Trainer sofort unter Druck: Gladbach-Start wird für Blessin hochexplosiv! Soll die kriselnde Borussia retten: Trainer Alex Blessin (53) Mönchengladbach – Alexander Blessin (53) wird die Szenen der Verzweiflung bei seinem neuen Arbeitgeber wahrgenommen haben.

Bei der 3:4-Pleite gegen Mainz beugte sich Präsident Rainer Bonhof (74) fassungslos über das Tribünengeländer, verharrte darauf mit Armen und Kopf. Die frustrierten Fans verließen schon vor Abpfiff in Scharen das Stadion.

Und Sport-Boss Rouven Schröder (50) verschwand zunächst wortlos in den Katakomben, erklärte erst gute 45 Minuten später öffentlich eine mündliche Einigung mit einem Nachfolger für den entlassenen Eugen Polanski (40). Nach dem Katastrophen-Start mit vier Pleiten und 16 Gegentreffern sieht Gladbach seinen potenziellen Retter nun in Blessin.

Tagelang pokerte der Klub darum, für den Ex-St.-Pauli-Coach keine Klausel-Zahlung tätigen zu müssen. Am Dienstag verkündete der Verein die Trainer-Verpflichtung schließlich offiziell.

Gladbach-Start wird für Blessin hochexplosiv! Klar ist: Mit Vertragsabschluss beginnt für Blessin ein Himmelfahrtskommando.

Denn fast alle Themen, die er anpacken muss, sind hochexplosiv! Seine Trainer-Entscheidung mit Blessin muss jetzt sitzen: Sport-Boss Rouven Schröder (50)

Übergeordnet steht die Frage, inwieweit Borussia seine eigenen Strategien verändern will – eine klare Linie war diesbezüglich zuletzt nicht immer erkennbar.

Beispiel Taktik: Vor der Saison hatte Polanski eine mutige Spielweise mit Viererkette vorgeschrieben bekommen. Gegen Mainz durfte Interimscoach Jan-Moritz Lichte (46) auf Dreierkette umstellen.

Auch Blessin soll nun wieder mehr taktische Freiheiten eingeräumt bekommen. Die Hoffnung: Der neue Mann stellt die defensive Stabilität her, für die er schon in seiner Zeit in Hamburg stand.

Die löchrige Abwehr ist seine mit Abstand größte Baustelle. Beispiel Florian Neuhaus (29): Dem Top-Verdiener wurde Anfang der Saison ähnlich wie Joe Scally (23) signalisiert, den Verein verlassen zu dürfen.

Talenten wie Wael Mohya (17) wurde mehr Verantwortung übertragen. Darin, dass Neuhaus gegen Mainz plötzlich startete, sieht Schröder „keine Kehrtwende“.

Fakt ist aber, dass man Blessin nun vor die Aufgabe gestellt hat, die aufgeheizte Debatte neu moderieren zu müssen. Florian Neuhaus (29) stand gegen Mainz plötzlich wieder in der Startelf, traf sogar zur Führung

Gladbach hatte zuletzt auch Gespräche mit anderen Kandidaten wie Bo Henriksen (51) oder Enrico Maaßen (42) geführt.

Für Blessin sprach neben seiner Erfahrung auch, dass er schon bei Ex-Klub Union Saint-Gilloise ein fest vorgegebenes Trainerteam akzeptierte. Zu Borussia darf er neben den gesetzten Lichte und Markus Gellhaus (56) maximal einen neuen Assistenten mitbringen.

Das neue Gespann muss in kürzester Zeit zusammenfinden. Hinzu kommt, dass Schröder nach SPORT BILD-Informationen in viele Polanski-Entscheidungen Einfluss genommen haben soll.

Blessin und der Manager müssen jetzt ein funktionierendes Rettungs-Konzept für den qualitativ überschaubaren Kader entwickeln. Problematisch: Blessin findet eine mental zerrüttete Mannschaft vor, die er aufrichten und resistent gegen Rückschläge machen muss.

Zudem rumort es in der Kabine. Kapitän Tim Kleindienst (31) hatte zuletzt gegen seine Mitspieler gefeuert („Weniger TikTok gucken“) und Vize Kevin Diks (29) mit einem Elfer-Zoff gegen Kollege Shuto Machino (26) für Aufsehen gesorgt.

Offen, ob Blessin an der Hierarchie Änderungen vornehmen will und darf. Die XXL-Länderspielpause bietet Gladbach Zeit, um sich zu sammeln.

Anschließend steht Blessin sofort unter Druck: Mit null Punkten startet er ausgerechnet im rheinischen Derby beim 1. FC Köln. Haben Sie Fehler entdeckt?

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