Finale der Blindenfußball-Bundesliga: Marburg ist Deutscher Meister! Marburg hat sich beim Finalspieltag der Blindenfußball-Bundesliga in Essen die Deutsche Meisterschaft gesichert Der Meister steht fest!

Die SF BG Blista Marburg hat sich beim Finalspieltag der Blindenfußball-Bundesliga in Essen die Deutsche Meisterschaft gesichert. Im Pop-up-Stadion auf dem Kennedyplatz ließ der Tabellenführer am Samstag nichts mehr anbrennen und machte den Titel mit einem souveränen 3:0 gegen den MTV Stuttgart perfekt.

Dabei übernahm vor allem einer die Hauptrolle: Nico Rother! Der Marburger brachte seine Mannschaft mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung und legte wenig später erneut per Freistoß nach.

Mit dem 2:0 sorgte er früh für klare Verhältnisse. Spätestens als Ali Can Pekta das 3:0 erzielte, war die Entscheidung gefallen.

Marburg spielte die Partie souverän zu Ende und durfte anschließend die Meisterschaft bejubeln. Torschütze Rother nach dem Spiel: „Es bedeutet uns sehr viel, für mich ist es schon der zweite Titel.

Es ist echt ein geiles Gefühl. Wir sind ein geschlossenes Team, jeder kämpft für jeden.

Das macht uns aus. Die machen das alles extrem geil, auch wenn jemand mal ausfällt halten wir zusammen.“

Fußball-Inklusionstage auf dem Essener Kennedyplatz

Die Entscheidung fiel im Rahmen der Fußball-Inklusionstage auf dem Essener Kennedyplatz.

Mitten in der Innenstadt wurde an diesem Wochenende ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion gesetzt. Das beeindruckte auch Schirmherr Jens Nowotny (52).

Der Ex-Nationalspieler gegenüber BILD: „Diese Demut, die man empfindet, wenn man sie so sieht und sich daran erinnert, was man selbst geschenkt bekommen hat und als selbstverständlich ansieht. Dadurch lernt man auch, die Leistungen von Menschen mit Behinderung zu schätzen.“

Ex-Nationalspieler Jens Nowotny (52) probierte selbst Blindenfußball aus

Und weiter: „Auch dieser Impuls: Ich höre, wo der Ball ist, habe die Chance, ein Tor zu schießen, und haue mit allem, was ich habe, drauf.

Das kann mitunter auch mal schmerzhaft werden. Sie haben ein Ziel und das wollen sie verfolgen.

Ich finde es beeindruckend, wie viel Engagement dahintersteckt und was sie hier auf die Beine stellen.“

Der Titelgewinn ist die Krönung einer herausragenden Saison. Marburg war als Tabellenführer nach Essen gereist und hatte die Meisterschaft bereits vor Anpfiff in der eigenen Hand.

Die Mannschaft hielt dem Druck stand und ließ den Verfolgern vom FC St. Pauli und Titelverteidiger Borussia Dortmund keine Chance mehr, noch einmal ins Titelrennen einzugreifen.

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