Brief an Fifa-Mitglieder: Infantino plötzlich offen für Reformen Gianni Infantino (56) steht seit 2016 an der Spitze der Fifa Späte Einsicht oder machtpolitisches Kalkül? Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) kämpft weiterhin um seine Zukunft.
Der Italo-Schweizer will im kommenden Jahr wiedergewählt werden, steht jedoch nach der Schlappe um seine WM-Privatisierungspläne massiv in der Kritik. Zudem bereitet die Uefa ein Strafverfahren gegen ihn vor.
Am Montag wendete sich Infantino in einem Brief, der der Nachrichtenagentur „Associated Press“ vorliegt, an die Mitgliederverbände und erklärte sich darin bereit, die derzeitigen Führungsstrukturen der Fifa überprüfen zu lassen. Der Fifa-Boss: „Ich werde den Rat fragen, ob er eine externe, unabhängige Bewertung des derzeitigen Führungsrahmens der Fifa für wichtige strategische Initiativen in Auftrag geben und mögliche Verbesserungen empfehlen möchte.“
Und weiter: „Ich werde vorschlagen, dass der Rat einen direkten, strukturierten und zeitgebundenen Konsultationsprozess mit den Konföderationen und Mitgliedsverbänden einleitet, um zu erörtern, wie die Entscheidungsprozesse der FIFA weiter gestärkt werden können.“
Infantino: WM-Pläne wurden zu früh bekannt
Zudem äußerte sich Infantino zu seinen WM-Plänen.
Nachdem das Vorhaben medial bekannt geworden war, sah sich der Fifa-Boss nach weltweiten Protesten dazu gezwungen, einzuknicken. Infantino: „Der Vorschlag wurde öffentlich bekannt, bevor der von der Fifa geplante institutionelle Prozess abgeschlossen war und bevor er dem Rat und den Mitgliedsverbänden in vollem Umfang vorgelegt werden konnte.
Ich bin mir bewusst, dass dies ohne den vollständigen Kontext Besorgnis ausgelöst und den Eindruck erweckt hat, dass bereits Entscheidungen getroffen worden seien. Das war jedoch nicht der Fall.“
Dennoch wolle man auch in Zukunft weiter daran arbeiten, einen „größeren Teil der Erträge aus dem Erfolg der Fifa wieder in den Fußball zu investieren“.
Infantino: „Wir werden weiterhin nach nachhaltigen Wegen suchen, um die Ressourcen der FIFA zu erhöhen. Was sich ändert, ist nicht das Bestreben, sondern die Intensität des Prozesses.“
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