„Das Passive ist nicht unseres“: Justvan verrät Nürnberger Siegesformel Nürnbergs Spielmacher Julian Justvan (28) hat schon drei Saisontreffer erzielt Nürnberg – Nur zwei Teams in der 2. Bundesliga sind noch ohne Niederlage: Spitzenreiter Hertha BSC und der 1. FC Nürnberg. Was für ein Unterschied zur Vorsaison!

Nach fünf Spieltagen hatten die Franken damals gerade mal einen Punkt geholt – Tabellenplatz 18. Jetzt läuft es rund unter Trainer Miroslav Klose (48). Der Club spielt nicht nur erfolgreich, sondern auch richtig guten Fußball.

Spielmacher Julian Justvan (28) erklärt, was sich verändert hat: „Unser Spiel ist deutlich dominanter geworden, und genau das wollen wir auch. Wir wollen Ballbesitz, weil das Passive nicht unseres ist.

Ich habe das Gefühl, wenn wir passiv werden, dann werden wir anfällig. Und deswegen müssen wir auch über 90 Minuten immer ins Pressing gehen, müssen vorn draufgehen, weil genau das unserem Spiel entgegenkommt.

Dann haben wir die Ballgewinne und dann haben wir auch die Räume, um umzuschalten.“

Sieben Balleroberungen in 15 Minuten

Wie aggressiv die Nürnberger jagen, zeigte sich gegen Hannover 96 (2:1). In den ersten 15 Minuten schnappten die Franken siebenmal den Ball dem Gegner weg.

Aus einem erzwungenen Ballverlust erzielte Justvan schon in der 5. Minute die Führung. Justvan: „Wir sind eben keine Mannschaft, die abwartet.

Dieses passive Verhalten hat uns letzte Saison oft das Genick gebrochen. Deswegen haben wir gesagt: Wir gehen drauf, geben 90 Minuten Vollgas.

So ergeben sich dann für uns auch mehr Torchancen.“

Ein weiterer Unterschied zur Vorsaison: Damals hing alles an Top-Torjäger Mohamed Ali Zoma (22). Jetzt verteilen sich die Treffer auf mehrere Schultern.

Justvan: „Wir verstehen uns vorn natürlich noch besser und auch die Teamchemie ist noch besser geworden. In dieser Spielzeit kann jeder von uns treffen.

Wenn Piet (Scobel, Anm. d.

Red.) mal kein Tor macht, macht eben Zoma eines. Wenn Momo keins macht, mache ich eines.

Und auch Adam (Markhiev, Anm. d.

Red.) hat schon dreimal getroffen. Es ist einfach enorm viel wert, wenn du weißt, jeder ist gut drauf und jeder kann ein Tor machen, und dann spielt es sich auch einfach leichter.“

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