„Unabgestimmtes Vorgehen“: Nürnberg-Bosse sauer auf Oberbürgermeister! FCN-Boss Joti Chatzialexiou (50) zeigte sich überrascht von den Stadion-Aussagen des Nürnberger Oberbürgermeisters Nürnberg – Ausgerechnet von Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (45/CSU), einem bekennenden Club-Fan, ist die Finanzierung und damit der zeitliche Ablauf eines möglichen Stadionneubaus erheblich in Zweifel gesetzt worden.
Über den anvisierten Umbau bis 2031 sagte er: „Da wird es eine Zeitverschiebung geben müssen, weil wir es uns im Moment nicht leisten können.“
Wie BILD berichtete, erklärte König im „Franken Fernsehen“ auch, dass er nicht daran glaube, dass der Club seine versprochenen 30 Millionen Euro Eigenkapital einbringen könne. Gerade diese Aussage sorgte bei den FCN-Bossen für großen Ärger.
Am Rande des Auswärtsspiels in Karlsruhe (1:0) erklärte Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) bei „Sky“: „Ja, da waren wir alle ein bisschen überrascht, auch über diese Aussage, weil am Ende kennen wir unsere Mittel und da haben wir unsere Hausaufgaben definitiv gemacht.“
Der Club braucht dringend ein neues Stadion
Der Club-Boss unterstrich noch einmal die dringende Notwendigkeit eines Stadionneubaus. Jedes weitere Jahr im jetzigen Max-Morlock-Stadion würde die Konkurrenzfähigkeit des FCN erheblich schmälern.
Chatzialexiou: „Wir schauen ein bisschen neidisch nach Karlsruhe. Durch das neue Stadion nimmt der KSC knapp sechs Millionen im Jahr mehr ein als wir.
Das müssen wir durch Spielertransfers reinholen. Das ist für die 2. Liga ein Brett.
Und deswegen ist das Stadion für uns essenziell. Wir werden weiterhin die Gespräche mit der Stadt suchen und das Thema forcieren, weil es für uns lieber früher als später notwendig ist.“
Pikant: Nicht nur beim 1. FC Nürnberg sorgten Zeitpunkt und Schärfe der König-Aussagen für erhebliche Irritationen.
Nach BILD‑Informationen war auch die CSU-Fraktion um Stadion-Bürgermeister Andreas Krieglstein (50) überrascht, dass König den bisherigen Zeitplan für einen Stadionneubau bereits beerdigen möchte. König: „Zeitlich steht das Stadion auf der Kippe.“
Auf BILD-Nachfrage erklärte der Verein am Sonntag: „Wir teilen die Einschätzung von Oberbürgermeister Marcus König, dass Nürnberg ein neues Stadion braucht und der Club ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Metropolregion ist.
Einzelne Aussagen haben uns überrascht, und wir bedauern das unabgestimmte Vorgehen. Wie in einer guten Partnerschaft üblich, haben wir umgehend das persönliche Gespräch gesucht.
Der Club hat im bisherigen Prozess gezeigt, dass er ein verlässlicher Partner ist. Daher stellen wir klar, dass die Eigenkapitalstrategie des 1. FC Nürnberg feststeht und der Stadt bekannt ist.“ Wie BILD erfuhr, will sich der FCN noch in dieser Woche mit der Stadt zusammensetzen, um das weitere Vorgehen in Bezug auf den Stadion-Neubau erneut zu besprechen.
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