Bayern-Mittelfeldspieler Ismael Saibari sorgte beim jüngsten Spiel gegen Schalke für Aufsehen, weil seine Stutzen zahlreiche Löcher aufwiesen. Insgesamt fanden sich zwölf Löcher in beiden Stutzen des 25-Jährigen, was ihn zum aktuellen "Löcher-König" der Bundesliga macht.
Die Praxis, Stutzen zur besseren Passform aufzuschneiden, ist bei Profis nicht neu und beruht darauf, dass sich die Waden während eines Spiels aufgrund der Anstrengung mit Blut füllen und das Material dadurch als zu eng empfunden wird. Saibari bestätigte, dass er die Löcher vor allem trägt, um seine dicken Waden bei der Belastung besser unterzubringen.
Allerdings sieht die Spielkleidungsvorschrift der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor, dass sichtbare Unterziehstutzen keine Löcher enthalten dürfen. Laut Schiedsrichter-Experte und DFB-Lehrwart Lutz Wagner ist für die Spielleitung entscheidend, dass die farbliche Unterscheidung der Stutzen erhalten bleibt, damit Spieler eindeutig zugeordnet und für Fouls bestraft werden können.
Sollte dies nicht gewährleistet sein, muss der Schiedsrichter einschreiten. Saibaris Stutzen werden offenbar trotz der Löcher nicht als regelwidrig betrachtet, solange die Unterscheidbarkeit erhalten bleibt.
