„Chef“ von Saarbrücken: Pick ist heiß auf die Preußen Geht beim 1. FC Saarbrücken als Kapitän voran: Ex-Preuße Florian Pick kehrt am Mittwochabend erstmals wieder nach Münster zurück Erstes Spiel, erstes Tor – sein Auftakt war verheißungsvoll, als er Anfang 2025 nach Münster wechselte, um beim Kampf um den Klassenerhalt mitzuhelfen.
Die „Adlerträger“ blieben am Ende zwar hauchdünn in der 2. Liga, doch Florian Pick (31/Marktwert: 500.000 Euro) spielte nach seinem Blitzstart keine entscheidende Rolle mehr.
Sein Abstauber-Treffer in Hannover (2:2) blieb der einzige. Nach nur einer dürftigen Halbserie – oder exakt 159 Tagen – zog er bereits im Sommer weiter.
Auf der Suche nach seinem Glück, das er inzwischen offenbar gefunden hat... „Chef“ von Saarbrücken.
Pick ist heiß auf die Preußen! Wenn der Tabellen-4.
aus dem Saarland am Mittwochabend unter Flutlicht zum Topspiel im (fast) ausverkauften LVM-Stadion (19 Uhr/live bei Magenta) aufläuft, wird Pick die Gäste als Kapitän aufs Feld führen. Mehr noch.
Er ist aktuell sogar – frisch-blondierter – Kopf der Mannschaft und Topscorer. Zwei Buden und sechs Vorlagen lauten nach fünf Partien seine starke Bilanz, die er vor allem im letzten Auswärtsspiel mächtig aufpolierte.
Beim 6:1 in Meppen war der flinke Stürmer (Vertrag bis 2028) einmal selbst erfolgreich (zum 2:0), drei weitere Male legte er den Ball mustergültig für seine Mitspieler auf. „Man of the Match“.
Mit zwei Toren und sechs Assists ist Saarbrücken-Stürmer Florian Pick (l.) nach fünf Liga-Spielen der Topscorer seines Teams
Eine Auszeichnung, die sich der gebürtige Wittlicher (Rheinland-Pfalz) in Diensten der Preußen nicht erarbeiten konnte. Warum – dafür findet auch er keine wirkliche Erklärung.
„Irgendwie hat‘s in Münster für mich nicht gepasst. Wie bereits zuvor die sechs Monate in Nürnberg (10 Einsätze/1 Tor/d.
Red.),“ sagt er achselzuckend und fährt fort, „trotzdem haben mich beide Stationen weitergebracht. Weil sie mir gezeigt haben, wie schnell es im Profi-Fußball manchmal bergauf, aber eben auch bergab geht.
Ich habe daraus gelernt, dass man immer wieder aufstehen kann. Wenn man nur will und an sich glaubt.“
Jetzt in Saarbrücken passt’s.
Mit neun Punkten hat die Truppe von Trainer Argirios Giannikis (46) lediglich einen weniger als die „Schwarz-Weiß-Grünen“. Auch sonst sind die beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder ziemlich ähnlich unterwegs.
Zwei Mannschaften, die vor dieser Spielzeit einen XXL-Umbruch mit jeweils 16 Neuzugängen vorangetrieben haben. Und dementsprechend auch in der Zielsetzung auf einer Linie liegen.
Der erfahrene Pick (22 Erst-, 101 Zweit- und 126 Drittliga-Spiele): „Wir wollen im ersten Jahr als Team zusammenwachsen, um dann nächste Saison weiter nach oben zu schauen.“ Die gleiche Formulierung findet auch Münsters Sportdirektor Jan Uphues (38). Wollen aus Münster drei Punkte entführen und die Preußen in der Tabelle überholen: Saarbrückens Trainer Argirios Giannikis (r.) und sein Kapitän Florian Pick
Keine Frage – das Duell der Traditionsclubs birgt viel Spannung und Brisanz.
Pick jedenfalls freut sich auf seine erste Rückkehr an die Hammer Straße. Auch wenn die Kontakte dahin mittlerweile abgebrochen sind.
Den 2:1-Erfolg der Preußen bei Stuttgarts Amateuren hat er am Sonntag live im Fernsehen verfolgt. Genauso allerdings die 1:4-Pleite zwei Wochen vorher bei Viktoria Köln.
Zwei Spiele, zwei unterschiedliche Gesichter. Auch da gibt's Parallelen zu den Saarbrückern, die nach dem Meppen-Spektakel daheim gegen Ingolstadt am Samstag eine 0:1-Niederlage hinnehmen mussten.
Extrem gespannt ist er auf die Fortschritte bei Münsters Stadionbau. Die Bilder von der neuen, prallgefüllten Fiffi-Gerritzen-Tribüne haben auch bei ihm Eindruck hinterlassen.
Pick anerkennend: „Das wird definitiv ein stimmungsvolles Schmuckkästchen.“ In dem die Fans nach dem Havelse-2:1 am Mittwochabend gerne den zweiten Heimsieg in Folge feiern würden – gegen Ex-Preuße Pick und seine ambitionierten Saarländer... Haben Sie Fehler entdeckt?
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