Zverev spricht über riesigen Stress: „Nicht verstanden, dass ich Grand-Slam-Sieger bin“ Positiver Stress für Alexander Zverev (29): Autogramme geben in Halle/Westfalen 41 Anläufe hat es gedauert, ehe Alexander Zverev (29) in Paris bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel unter Dach und Fach hatte. 98 Tage später dann schon der nächste Coup: Vergangenen Sonntag gewann er in New York die US Open, sein zweiter Major-Erfolg.
Der Hamburger nach dem Matchball: „Diesen zweiten Titel kann ich genießen. Der erste in Paris, das war Stress pur.“ Nun ist er an diesem Wochenende beim Davis-Cup in Halle/Westfalen, wo es für Deutschland um den Einzug in die Finalrunde im November in Bologna geht.
Keine Woche nach dem großen Sieg von Flushing Meadows. Kann man da überhaupt den Erfolg genießen?
Zverev: „Ich glaube, durch Stress realisierst du nicht, was da passiert ist. Das war bei mir in Paris der Fall.
Ich habe wochenlang gar nicht verstanden, dass ich die French Open gewonnen habe. In New York hatte ich ein ganz anderes Level von Stress.
Oder anders: Ich hatte keinen Stress.“ Es geht also nicht nur um die Zeit nach dem Sieg mit zig Terminen, sondern schon um den Stress auf dem Weg zum Titel. Auf der Tribüne wurde Alexander Zverev von Mutter Irina (59/l.), Freundin Sophia Thomalla (36/r.) und Tochter Mayla (5) unterstützt
Der sah für die Nummer 2 der Welt so aus: „Ich habe mich in New York gefreut, auf dem Platz zu sein.
Ich habe mich gefreut, im Finale zu sein. Ich hab euch nach Paris gesagt, dass ich mich dort selbst angelogen habe, weil mich die Favoritenrolle nicht gestresst habe.
Die hat mich unfassbar gestresst!“ Der Weltranglisten-Erste Jannik Sinner (25) schied schon in der 2. Runde aus, musste der Hitze Tribut zollen. Carlos Alcaraz (23), der zweite Superstar, war verletzt gar nicht erst dabei und Ikone Novak Djokovic (39) flog auch zeitig raus.
Plötzlich war da nur noch Zverev von den Top-Leuten. Jetzt in New York war es ähnlich.
Diesmal fehlte Sinner verletzt, Alcaraz flog, noch nicht ganz fit nach viereinhalb Monaten Verletzungspause, im Viertelfinale raus, den entkräfteten Djokovic erwischte es schon in der 1. Runde. Und wieder war plötzlich Zverev der alleinige Favorit.
„In New York hat mich das tatsächlich 0,0 gestresst. Ich war einfach nur glücklich, dass ich weiter im Turnier bin, weil ich in der 1. Runde zwei Punkte davon entfernt, nach Hause zu fliegen.
Und dann auf einmal stehe ich im Finale.“
Alexander Zverev spielt zum ersten Mal seit 2023 wieder Davis-Cup in Deutschland
Wie gegen den Italiener Flavio Cobolli (24) in Frankreich, so war er auch gegen Ben Shelton (23/USA) in New York der Favorit im Endspiel. „Klar, ist er ein sehr starker Gegner, aber auch einer, wo ich das Gefühl habe, dass ich trotzdem der Favorit bin.
Und das hat mir Riesenspaß gemacht“, so der zweimalige Weltmeister. Das sah man ihm wahrhaftig an.
Im Davis-Cup gewann er nun gleich sein erstes Match nach den US Open, brachte Deutschland durch das 6:4, 7:6 gegen den Kroaten Matej Dodig (21) in Führung. Da Daniel Altmaier (28) anschließend gegen Dino Prizmic (21) verlor, muss Zverev am Sonntag nochmal ran.
Los geht’s mit dem Doppel um 12 Uhr (Amazon Prime, Tennis Channel). Ganz ohne Stress.
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