Allianz wird Towers-Sponsor: Mit „Kindergeld“ in die Bundesliga-Spitze Jubel bei den Hamburg Towers! Nach dem Pokal-Sieg gegen Rostock gibt’s auch einen neuen Sponsor Über konkrete Ziele reden die Veolia Towers ungern öffentlich.
Hamburgs Basketball-Boss Marvin Willoughby fürchtet, im Falle des Misserfolgs an den eigenen Aussagen gemessen zu werden. Das ist auch vor dem Start der neuen Saison der Easycredit BBL am Samstag bei den Telekom Baskets Bonn (20 Uhr, live Dyn) nicht anders.
Auch Trainer Benka Barloschky spricht lieber über „Entwicklung“ und „Prozesse“. Doch intern gilt als gesetzt: Mittelfristig wollen die Türme zu einem Top-6-Team werden.
Sportlich sind die Towers noch ein gutes Stück davon entfernt. Vier Jahre in Folge verpassten die Hamburger zuletzt die Play-offs.
Zudem verloren sie ihren Platz im EuroCup. Finanziell kommen sie dem Ziel jedoch immer näher.
Dank „Kindergeld“! BBL: Allianz wird Towers-Sponsor: Mit „Kindergeld“ in die Bundesliga-Spitze
Am Montag präsentierten die Towers schon ihren zweiten großen neuen Sponsor.
Im Juli war Fruchtriese Dole (zahlt rund 200.000 Euro pro Saison) als sogenannter „Exklusivpartner“ eingestiegen. Jetzt verkündeten sie den Abschluss mit der Allianz.
Der Versicherer und Vermögensverwalter unterschrieb für zwei Jahre plus Option auf Verlängerung und konzentriert sich auf die Kinder- und Jugendarbeit im Verein („Allianz Basketball Academy“). Zudem wird das Logo auf den Hosen der BBL-Mannschaft und dem Trikot der „TowHers“-Damen auftauchen.
Wie viel die Allianz dafür zahlt, wurde – wie in solchen Fällen üblich – nicht verraten. Als „Premiumpartner“ (vierthöchste Sponsorenebene) dürfte es sich aber um einen Betrag rund um 100.000 Euro pro Saison handeln.
Im offiziellen PR‑Sprech erklärt Allianz-Vorstand Andreas Schmid: „Gemeinsam mit den Veolia Towers wollen wir den Basketball in Hamburg weiterentwickeln, Kinder und Jugendliche stark machen, junge Talente fördern und den Fans unvergessliche Erlebnisse bieten. Denn Sport verbindet Menschen über Herkunft, Grenzen und Unterschiede hinweg – und stärkt gerade in unsicheren Zeiten den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ Über ihre Schul-AGs erreichen die Towers pro Jahr rund 1000 Kids und Jugendliche.
Im Hinblick auf die Mitgliederzahl stieß der Verein schon letztes Jahr in die Top 6 in Deutschland vor. Mit dem Allianz-Deal rückt dieses Ziel nun auch finanziell näher.
Laut offiziellen Zahlen der BBL hatten vergangene Saison die Niners Chemnitz mit einem Etat von 7,51 Mio. Euro Platz sechs inne.
Die Towers folgten mit 6,63 Mio. Euro auf Rang 10.
Diese Saison könnten sie dank der Arbeit von Sponsoring-Leiter Lukas Paetzel und seinem Team erstmals die 7‑Mio.-Marke knacken. Das „Hamburger Abendblatt“ spekuliert zudem, die Allianz bringe sich durch den Deal schon mal als künftiger Namenssponsor für den in der Planung befindlichen Elbdome in Stellung.
Die neue Arena für bis zu 9000 Zuschauer soll Anfang der 2030er-Jahre fertig sein. Allianz-Vorstand Schmid kommentiert das nur vage: „Wir sind für solche Fragen grundsätzlich offen, aber das Namenssponsoring oder der Neubau einer Halle sind derzeit nicht unsere primären Ziele.“
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