Wegen Zverev!: Becker fordert Regeländerung im Tennis Alexander Zverev (29) beim Aufschlag im US-Open-Halbfinale Diese Marotte stört auch die Tennis-Legende. Boris Becker (58) fordert angesichts der Aufschläge von US-Open-Sieger Alexander Zverev (29) eine neue Regel im Tennis.

Becker im gemeinsamen Podcast mit Andrea Petković (39): „Einen Kritikpunkt habe ich bei Sascha Zverev, nur einen. Dieses ewige Balltippen beim zweiten Aufschlag, bitte.“ Er betont: „Man braucht dringend eine Regeländerung, wie lange der Spieler Zeit hat vor dem zweiten Aufschlag.“

Darum geht es: Der Hamburger ließ den Ball beim Grand-Slam-Turnier in New York sehr oft aufspringen, bevor er servierte.

Vor dem zweiten Aufschlag gibt es dafür bislang keine Zeitbegrenzung. Beim ersten Aufschlag haben die Spieler 25 Sekunden, um den Ball ins Spiel zu bringen, nachdem der Unparteiische den Spielstand angesagt hat.

„Ich wurde hektisch beim Kommentieren“, sagt TV-Experte Becker. „Ich dachte, wann fängt er denn an?“.

Zverevs unterlegener Halbfinalgegner Karen Chatschanow (30) aus Russland hatte sich über die Marotte von Zverev beschwert. Auch der Amerikaner Ben Shelton (23) sprach sich nach dem verlorenen Endspiel wie Becker für eine Regeländerung aus.

Tennis-Legende und TV-Experte Boris Becker

Becker sagt: „Es gibt keine Regel, die ihm verbietet, theoretisch 100 Mal aufzutippen. Beim zweiten Aufschlag gibt es keine Regel, mit der man ihn bremsen kann.“ Zverev habe selbst gesagt, er könne nicht genau erklären, warum er das mache.

Becker: „Und das nehme ich ihm ab.“ Und weiter: „Aber stell dir mal vor, du musst den Aufschlag retournieren, da wirst du ja wahnsinnig. Natürlich haben sich da Chatschanow und Shelton aufgeregt.“ Zverev habe in den 14 Tagen bis zum Finale den Ball 15.000 Mal auf den Boden getippt, sagt Becker.

Abgesehen von der Aufschlagmarotte ist Becker voller Lob für Zverev. Becker: „Aber sonst hat er alles ziemlich perfekt gemacht.“ Zverev hatte vor gut drei Monaten bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen.

„Zwei Grand Slams in einem Jahr, das ist echt historisch.“

Das stört die Gegner: Zverev lässt den Ball vor dem Aufschlag aufspringen

Immer wieder lässt Zverev den Ball auftippen

Becker hatte zuvor als einziger männlicher deutscher Tennisprofi das Turnier in New York gewonnen. Nun traut er Zverev auch zu, ihm als zweite deutsche Nummer eins der Männer-Weltrangliste zu folgen.

„Ich glaube, er hat jetzt eine Riesenchance auf dem Weg nach Turin“, sagte Becker mit Blick auf die ATP Finals in Turin Mitte November zum Abschluss der Tennissaison. Haben Sie Fehler entdeckt?

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