Die Regierung von Liechtenstein hat den Erwerb einer Immobilie in Wien beschlossen, die als Residenz für die liechtensteinische Botschaft dienen soll. Die ausgewählte Liegenschaft befindet sich in der Wipplingerstraße 13/Judenplatz 9 im ersten Wiener Gemeindebezirk, einer zentralen und repräsentativen Lage.

Dazu wird ein Verpflichtungskredit von 8,8 Millionen Euro beim Landtag beantragt, der neben dem Kaufpreis auch Kosten für die Einrichtung und Ausstattung beinhaltet. Bislang mietet Liechtenstein sowohl Kanzlei als auch Residenz, verfolgt aber die Strategie, langfristig genutzte Verwaltungsimmobilien in Eigentum zu übernehmen.

Seit Juni 2024 wurde eine Arbeitsgruppe mit der Prüfung geeigneter Objekte betraut, aus über 20 Immobilien fiel die Wahl auf das genannte Gebäude. Die Botschaft in Wien besteht seit 1998 und vertritt Liechtenstein auch bei der OSZE sowie anderen internationalen Organisationen.

Zudem ist sie für Tschechien nicht-residierend zuständig. Die Regierung betont die Bedeutung Österreichs als zentralen Partner, weshalb die langfristige Sicherung einer eigenen Residenz als „angemessene Grundlage“ für die bilaterale Zusammenarbeit und die repräsentativen Aufgaben der Botschaft gilt.