Nach Rausschmiss von CNN und Co.: Trump plötzlich ohne Ton Donald Trump (80) spricht bei der Eröffnung des neuen Hubschrauber-Landesplatzes – ist aber nicht zu verstehen Washington D.C. – Eigentlich war es eine Zeremonie ganz nach dem Geschmack von Donald Trump (80): Umgeben von fleißigen Bauarbeitern und mit einer großen goldenen Schere in der Hand, um das Band in den amerikanischen Nationalfarben zu durchschneiden, eröffnete er seinen neuen Hubschrauber-Landeplatz.

Allerdings mit einem gewaltigen Schönheitsfehler: Bei der Live-Übertragung war außer lautem Rauschen kein Ton zu verstehen. Und: Daran war der US-Präsident selbst schuld.

Hintergrund: Aus Wut über angebliche „Fake News“ hatte Donald Trump den drei Medienhäusern CNN, MS Now und Politico (gehört wie BILD zu Axel Springer) mit sofortiger Wirkung den Zugang zum Weißen Haus entzogen. Womit er nicht gerechnet hatte: Als Reaktion auf den Ausschluss schränkten auch die anderen wichtigen US‑Medien (darunter auch Trumps Lieblingssender FOX News) die tägliche Begleitung des Präsidenten auf seinen Terminen ein – so auch bei dem Termin am neuen Hubschrauber-Landeplatz.

Eigentlich hätte CNN nach einem Rotationsprinzip am Montag über Trump berichten und seine Aufnahmen mit den anderen Sendern teilen sollen – aus Protest sprang aber auch kein anderer Sender ein. So musste anders als üblich, wenn Medien die Präsidenten-Auftritte mit professioneller Tontechnik begleiten, diesmal der Live-Stream aus dem Weißen Haus reichen.

Und so war zwar zu sehen, dass Trump redete – aber nicht zu hören. „Trump machte seine ersten Bemerkungen ohne den TV-Pool, und es ist unmöglich, ihn über den Feed des Weißen Hauses zu hören“, schrieb Sophia Cai, Global Reporter bei Axel Springer, auf X: „Nichts als Rauschen für 9 Minuten …“

Unterdessen landete der Konflikt zwischen Medien und dem Präsidenten vor Gericht.

CNN, MS Now und Politico verklagen die Regierung mit einem Eilantrag, sehen im Rausschmiss aus dem Weißen Haus eine Verletzung der Pressefreiheit. Trump selbst reagierte auf seine eigene Art: In kürzester Zeit ließ er „Trump TV“ gründen, mit Sendezeiten rund um die Uhr.

Zu sehen waren bisher aber nur frühere Auftritte des Präsidenten. Vielleicht fehlt für Live-Übertragungen noch der Ton …

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