Nach Horror-Unfall unter Drogeneinfluss: CDU-Abgeordneter kehrt in den Bundestag zurück CDU-Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß (51, Archivbild) Berlin/Hechingen – Nach seinem schweren Verkehrsunfall am 12. Juli dieses Jahres meldet sich CDU-Politiker Thomas Bareiß (51) zurück. In einem offenen Brief an die CDU-Mitglieder in seinem Heimatwahlkreis bittet der Bundestagsabgeordnete um Entschuldigung – und kündigt zugleich an, seine politische Arbeit wieder aufzunehmen.

Sein Amt als Bezirksvorsitzender der CDU Württemberg-Hohenzollern lässt er ruhen und kandidiert nicht erneut für den Vorsitz. Sein Bundestagsmandat behält er jedoch und ist zurück in Berlin.

Die erste Sitzungswoche nach der Sommerpause hatte er noch ausgesetzt, um sich zu erholen. „Die letzten Wochen waren nicht einfach.

Es ist viel in meinem Leben passiert, was auch Auswirkungen auf unsere gemeinsame politische Arbeit hat“, schreibt Bareiß. Er wisse, dass die Ereignisse „gerade auch für Freunde und Mitstreiter wie Sie“ nicht leicht gewesen seien.

Für Geduld, Unterstützung und Zuspruch bedankt er sich „auf das Allerherzlichste“. Selbstkritisch schreibt Bareiß: „Mir ist bewusst, dass ich es war, der diese Situation, diese Enttäuschung, diesen Ärger und diese Verunsicherung verursacht hat.“ Dafür wolle er die Mitglieder „aufrichtig und von ganzem Herzen um Entschuldigung bitten“.

Es tue ihm „sehr leid“. Der Unfallwagen auf der B27 bei Hechingen: Neben Bareiß wurden auch drei weitere Menschen verletzt

Besonders betroffen mache ihn, „dass ich viele Menschen enttäuscht habe, die mir über Jahre hinweg ihr Vertrauen geschenkt, mich unterstützt und die sich mit großer Überzeugung und Engagement für mich eingesetzt haben“.

Schweigen zu den Details des Unfalls

Doch zu einem entscheidenden Punkt bleibt Bareiß in seinem Schreiben stumm. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung.

Nach Angaben der Ermittler soll Bareiß bei dem schweren Unfall auf der B27 bei Hechingen (Baden-Württemberg) am 12. Juli dieses Jahres unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels gestanden haben. Welche Substanz gemeint ist, wurde nicht mitgeteilt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Stoff in „relevanter Menge“ in seinem Blut nachgewiesen worden sein. Bareiß selbst geht in seinem Brief nicht auf den Vorwurf ein.

Stattdessen erklärt er: „Ich möchte zugleich um Verständnis bitten, dass ich mich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern werde.“

Der Unfall sei für ihn „ein großer persönlicher Einschnitt“ gewesen. Er habe sich zunächst vollständig um seine Gesundheit kümmern müssen und werde dies auch weiterhin tun.

Jetzt will Bareiß zurück an die Arbeit. „Inzwischen habe ich neue Kraft gefunden und an mir gearbeitet.

Deshalb werde ich diese Woche meine Arbeit wieder aufnehmen“, kündigt er an. Gleichzeitig räumt der CDU-Politiker ein, dass ein einfacher Neustart nicht möglich sei: „Dabei ist mir selbstverständlich bewusst, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.“ Sein politisches Ziel formuliert Bareiß dennoch klar: „Ich will mich mit ganzer Kraft für meine Heimat und die Menschen in meinem Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen einsetzen.

Das steht für mich an erster Stelle!“

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