Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist wohlbehalten in Oslo angekommen, um an der Beerdigung des verstorbenen norwegischen Monarchen König Harald V. teilzunehmen.

Bereits beim Start seines Flugzeugs in Moldau kam es jedoch zu einem gefährlichen Vorfall: Eine Drohne verfehlte sein Flugzeug nur knapp. Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bestätigte den Zwischenfall gegenüber dem Rundfunk NRK und beschrieb die Situation als bedrückend angesichts der Umstände, in denen sich Selenskyj befindet.

Beim Treffen mit Støre schilderte Selenskyj außerdem eine unruhige Nacht, in der er telefonisch über aktuelle Raketenangriffe informiert wurde. Die Reise hat für Selenskyj nicht nur eine symbolische Bedeutung, sondern unterstreicht auch die anhaltende Bedrohung durch Drohnen und ballistische Raketen in der Ukraine.

Er betonte die Dringlichkeit, die Abwehrfähigkeiten seines Landes gegen solche Angriffe zu stärken und plant Gespräche unter anderem in Norwegen und Kanada, um Unterstützung für die Entwicklung eines eigenen Raketenabwehrsystems zu erhalten. Norwegen könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, insbesondere durch die Kongsberg-Gruppe, die an der Weiterentwicklung des Flugabwehrsystems NASAMS mit der neuen Rakete „Freyja“ arbeitet, welche ursprünglich gemeinsam mit den USA entwickelt wurde.