Wegen hoher Spritpreise: Erstes Land streicht Kfz-Steuer Rom – Diese Entscheidung dürfte Millionen Autofahrer freuen! Während die Spritpreise in Europa kräftig gestiegen sind, greift die italienische Regierung zu einer radikalen Entlastung: 2027 müssen Millionen Italiener keine Kfz-Steuer zahlen.
Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) hat beschlossen, die sogenannte „Bollo Auto“ für ein Jahr weitgehend auszusetzen. Profitieren sollen Pkw mit maximal 80 Kilowatt Leistung, also knapp 110 PS.
Auch Motorräder und Motorroller sind eingeschlossen. Nach offiziellen Angaben geht es insgesamt um rund 14,5 Millionen Fahrzeuge.
Der Grund für die Entlastung: die hohen Spritpreise. Aktuell kostet der Liter Benzin in Italien 2,13 €, Diesel sogar 2,24 €.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) bezeichnete die Kfz-Steuer als „eine der meistgehassten Steuern“ Italiens
Allerdings hat die Steuerbefreiung Grenzen: Sie gilt nur für ein Fahrzeug pro Besitzer. Für stärkere Autos oberhalb der Leistungsgrenze sowie Zweit- und Drittwagen bleibt die Steuer bestehen.
Wer mehrere passende Fahrzeuge besitzt, bekommt die Entlastung nur für das schwächste. Die beschlossene Befreiung gilt zunächst für 2027. Berichten zufolge läuft sie vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.
Ob daraus später eine dauerhafte Regelung wird, ist noch offen. Für viele Italiener bedeutet die Steuerpause eine spürbare Ersparnis.
Denn die Kfz-Steuer fällt dort teilweise deutlich höher aus als in Deutschland. In der Region Rom wurden bislang je nach Fahrzeugklasse zwischen 3,30 und 4,95 € pro Kilowatt fällig, in der Toskana zwischen 2,71 und 5,45 €.
Wie viel das ausmachen kann, zeigt eine einfache Rechnung: Für Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 4 bis Euro 6 gilt vielerorts ein Basissatz von 2,58 € pro Kilowatt (bis 100 kW). 2027 kann dieser Betrag komplett entfallen.
Milliarden-Loch durch Melonis Steuer-Geschenk
Für den Staat hat Melonis Geschenk einen hohen Preis. Die Einnahmen aus der Kfz-Steuer gehen normalerweise an die italienischen Regionen.
Nach Angaben von Wirtschaftsverbänden bringt die Abgabe jährlich mehr als sieben Milliarden Euro ein. Melonis Regierung stellt zunächst etwa 2,3 Milliarden Euro bereit, um die Ausfälle 2027 auszugleichen.
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