Der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte sich zu dem Drohnen-Attentat in Leipzig und machte Russland dafür verantwortlich. Er erklärte, es gebe Hinweise darauf, dass Russland mit solchen Aktionen versuche, Deutschland zu destabilisieren und die Reaktionen zu testen.
Gabriel betonte, dass die Bundesregierung Drohnenüberflüge nicht einfach akzeptieren dürfe, sondern durch gemeinsames Handeln in Europa und der NATO drohende Verletzungen von Luftraumgrenzen unterbinden sollte, um Putin zu beeindrucken. Gabriel hob hervor, dass der militärische Erfolg Russlands in der Ukraine begrenzt sei und die wirtschaftliche Lage angespannt bleibt.
Er warnte zugleich vor der Gefahr, dass Russland durch seine Bedrängnis zu irrationalen Schritten, etwa dem Einsatz taktischer Atomwaffen, greifen könnte. Deshalb müssten die USA deutlich machen, dass eine Eskalation diese Grenzen nicht überschreiten darf.
Darüber hinaus regte Gabriel an, mögliche Verbindungen von Angreifern zur russischen Botschaft zu prüfen, um weitere Schritte gegen die diplomatischen Vertretungen in Deutschland zu erwägen. Er warnte auch vor wachsender innenpolitischer Unsicherheit in Deutschland, von der Russland profitieren wolle, indem es den europäischen Zusammenhalt schwächt.
Abschließend räumte Gabriel ein, dass die Schwere des Ukraine-Kriegs anfangs unterschätzt wurde und mahnte, daraus die richtigen Lehren zu ziehen.
