Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt blieb CDU-Vorsitzender Friedrich Merz am Sonntagabend öffentlich zurückhaltend. Gegen 16:20 Uhr traf er in der CDU-Zentrale in Berlin ein, um sich mit engeren Parteifreunden und Landesvorsitzenden auszutauschen.

Die ersten Prognosen deuteten auf erhebliche Verluste für die Christdemokraten hin. Merz zog sich anschließend zu Gesprächen zurück, während Kanzleramtsministerin Nina Warken das schlechte Wahlergebnis kommentierte und von einem „sehr schwierigen Ergebnis“ sprach, das man akzeptieren, aber nicht einfach hinnehmen werde.

Merz war nahe daran, sich noch am Sonntag im Fernsehen zu äußern, falls die AfD die absolute Mehrheit erreicht hätte. Stattdessen wählte er den Weg, die Lage intern zu sondieren und sich auf die Präsidiumssitzung am folgenden Montag vorzubereiten.

Bis 22:15 Uhr hielt sich der CDU-Chef im Konrad-Adenauer-Haus auf, dann verließ er die Zentrale, um sich auf die weiteren Analysen und Krisenberatungen vorzubereiten.