Der US-Geheimdienstchef John Ratcliffe reiste kürzlich geheim nach Moskau und sollte dort ursprünglich Russlands Präsident Wladimir Putin treffen. Medienberichten zufolge wurde das Treffen jedoch kurzfristig vom Kreml abgesagt, nachdem Putin die Inhalte von Ratcliffes Botschaft kennenlernte.
Der Kreml bestätigte lediglich, dass kein Treffen zwischen Ratcliffe und Putin stattfand. Stattdessen kam es zu Begegnungen mit den Geheimdienstchefs Sergej Naryschkin und Alexander Bortnikow.
Dabei forderte Ratcliffe Moskau dazu auf, Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs zügig aufzunehmen, da sich die militärische und wirtschaftliche Lage Russlands verschlechtere. Diese Einschätzung stieß im Kreml auf Ablehnung und wurde als überzogen bezeichnet.
Vor der bevorstehenden Parlamentswahl am 20. September wächst der Druck auf Putin.
Russlands Truppen verzeichnen zwar Fortschritte an der Front, jedoch unter hohen Verlusten. Zudem beschäftigen ukrainische Drohnenangriffe das russische Hinterland, was zu Bränden in Raffinerien und Logistikzentren führt und Benzinknappheit sogar in Moskau verursacht hat.
In sozialen Medien berichten Verkäufer von erheblichen Schäden an ihren Waren durch die Angriffe. Gleichzeitig wächst die Befürchtung einer neuen Militärmobilisierung nach der Wahl, unterstützt durch Vorbereitungen des Verteidigungsministeriums, die eine schnelle Einberufung ermöglichten.
