Nach dem deutlichen Stimmenverlust in Sachsen-Anhalt beraten CDU und SPD am Montagvormittag über die Konsequenzen für ihre Parteien und die Regierungskoalition. Das CDU-Präsidium trifft sich ab 9 Uhr, gefolgt vom Bundesvorstand.

CDU-Vorsitzender Friedrich Merz steht dabei wegen des starken Anstiegs der AfD-Stimmen unter erheblichem Druck. Merz, der bereits am Wahlsonntag Krisengespräche führte, sieht sich zunehmenden Zweifeln an seiner Führung gegenüber.

Bei der SPD betonen Parteichefin Bärbel Bas und Generalsekretär Lars Klingbeil, dass trotz leichter Zugewinne die Reformpläne der Bundesregierung innerparteilich für Kontroversen sorgen. Vor allem die geplante Abschaffung der ‚Rente mit 63‘ wird in der Partei zunehmend kritisch gesehen.

Die SPD-Spitze will sich auch deshalb am Montag nicht mit Personalfragen beschäftigen, um den Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu gefährden. Beide Parteien erwarten eine schwierige Phase der Koalitionsarbeit, insbesondere bei Themen wie Rente und Gesundheit, da in der SPD Widerstand gegen Bundeskanzler Merz' Reformvorhaben wächst.