Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen sich die Führungsgremien von CDU und SPD zu Krisensitzungen in Berlin. Bei der CDU tagt zunächst das Präsidium, gefolgt vom Bundesvorstand, um über die Konsequenzen der enttäuschenden Wahlergebnisse zu beraten.
CDU-Kanzler Friedrich Merz sieht sich starker Kritik ausgesetzt, insbesondere von Sachsen-Ministerpräsident Michael Kretschmer, der mehr Fokussierung auf die Anliegen der Wähler fordert. Merz wird im Laufe des Tages gemeinsam mit Sven Schulze, dessen Partei bei der Wahl nur 17,2 Prozent erreichte, Stellung nehmen.
Auch die SPD berät ihren weiteren Kurs nach dem Ergebnis von 9,3 Prozent in Sachsen-Anhalt. Partei- und Frust über das Ergebnis sind groß, doch vor allem die Rolle der Sozialdemokraten in der Bundesregierung steht im Mittelpunkt.
Parteichefin Bärbel Bas schließt weitere personelle Debatten nicht aus, betont aber die Bedeutung eines stabilen Auftritts vor der anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Die Entscheidungen beider Parteien könnten erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Regierungszusammenarbeit haben.
