Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erzielte die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) einen deutlichen Wahlerfolg und wurde mit 44,5 Prozent stärkste Partei. Die CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze fiel auf 18 Prozent zurück und landete auf dem zweiten Platz.
Die SPD verlor leicht und erreichte circa acht Prozent. Die Grünen verbesserten ihr Ergebnis auf etwa neun Prozent, die Linkspartei erhielt rund 9,5 Prozent.
Die FDP verfehlte mit zwei Prozent den Wiedereinzug in den Landtag und schied sowohl aus dem Parlament als auch der Regierung aus. Das rechte Lager profitiert laut Umfragen von einer Anti-Haltung gegen etablierte Parteien, soziale Unsicherheiten, Wirtschaftsthemen und Migration.
Ministerpräsident Schulze wurde im Wahlkampf als wenig präsent wahrgenommen, während Siegmund breite Mobilisierung zeigte. Eine Regierungsbildung bleibt unklar, da die AfD voraussichtlich keine absolute Mehrheit erreichen wird.
Für die CDU könnte eine Zusammenarbeit mit allen anderen Parteien, inklusive der Linkspartei, erforderlich sein, was politische Konsequenzen mit sich bringt. Der Wahlausgang hat auch auf bundespolitischer Ebene Signalwirkung.
