Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erringt die AfD mit 44,5 Prozent einen klaren Sieg und wird damit stärkste Kraft im Landtag. Die Partei konnte insbesondere viele Nicht-Wähler und ehemalige CDU- sowie FDP-Anhänger mobilisieren.
Die CDU erlitt mit etwa 18 Prozent schwere Verluste und wurde halbiert. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) gratulierte der AfD zum Wahlsieg und betonte, dass die hohe Wahlbeteiligung ein deutliches Signal der Bürger sei, mit dem die Politik umgehen müsse.
Trotz der Niederlage warnte Schulze davor, dies als „schwarzen Tag“ für das Bundesland zu bezeichnen und bezeichnete das Ergebnis als Teil der demokratischen Ordnung. Andere Parteien äußerten sich kritisch: Die Grünen-Chefin Franziska Brantner sieht darin Hinweise auf grundlegende Probleme im Staatsapparat, während Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek eine Zusammenarbeit mit demokratischen Parteien gegen eine AfD-Regierung signalisiert, nicht jedoch bei AfD-geprägter Politik mitwirken wird.
SPD-Chefin Bärbel Bas schloss Gespräche mit der AfD kategorisch aus und bekräftigte die Ablehnung eines rechtsextremen Landesverbands. Die Junge Union forderte unterdessen geschlossen den Rücktritt Schulzes aufgrund des Wahlergebnisses.
Die AfD feierte ihr gutes Resultat bei einer Wahlparty mit ausgelassener Stimmung.
