Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erzielte die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund 44,5 Prozent der Stimmen und wurde damit mit großem Abstand stärkste Partei. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erhielt nur rund 18 Prozent und verlor etwa die Hälfte ihrer Wähler.

Die SPD erreichte knapp 8 Prozent, während die Grünen mit rund 9 Prozent zulegten. Die Linkspartei kam auf 9,5 Prozent.

Die FDP verfehlte den Wiedereinzug in den Landtag deutlich mit etwa 2 Prozent. AfD-Chefin Alice Weidel wertete das Ergebnis als klaren Regierungsauftrag.

Siegmund signalisierte grundsätzlich Bereitschaft zu Gesprächen mit anderen Parteien, forderte aber eine neue Politik in Sachsen-Anhalt. CDU-Ministerpräsident Schulze räumte die Niederlage ein und bezeichnete den Wahlausgang als Ausdruck demokratischer Entscheidungsfreiheit.

Experten bewerten den Wahlkampf der CDU als wenig überzeugend, während die AfD mit Mobilisierungskraft punktete. Ob die AfD eine eigene Mehrheit erreicht, bleibt offen.

Für die CDU wäre eine Zusammenarbeit mit allen anderen Parteien, auch der Linkspartei, nötig, was als kaum realistisch gilt. Die Wahl hebt den politischen Druck auf die Bundesebene und kündigt für die bisherige Regierungskoalition schwierige Zeiten an.