Boris Rhein, Hessens Ministerpräsident, erinnert sich an seine Jugend, in der er trotz des Widerstands seiner Mutter heimlich die Jugendzeitschrift „Bravo“ las. Seine Mutter, eine Deutschlehrerin, betrachtete das Magazin als minderwertig und bezeichnete es als „Schweinskram“.

Popstar-Poster und Comics waren in Rheins Jugendzimmer nicht zu finden, stattdessen hing ein Plakat der Apollo-Mondlandungen. Rhein wuchs als jüngstes von drei Kindern in einer Frankfurter Siedlung auf und beschreibt seine Kindheit als eine Zeit großer Freiheit, in der er mit Freunden draußen spielte und auch nicht immer brav war.

So rauchte er mit 14 Jahren auf dem Schulhof und geriet wegen Schnapsfläschchen in Schwierigkeiten, was zu einem Elternabend führte, bei dem seine Mutter zunächst überrascht reagierte. An seinem Küchentisch wurde viel diskutiert und gestritten, was Rhein mit dem Politikerdasein schon als Kind in Verbindung bringt.

Er lernte seine Frau Tanja während des Jurastudiums kennen, mit der er seit 1995 zusammen ist und 2000 heiratete. Dieser Einblick gibt einen persönlichen Blick auf das Familienleben und die Anfänge eines heute bekannten Politikers.