Kindesmissbrauch!: Kabarettist „Gunkl“ zeigt sich selbst an Wien (Österreich) – Der österreichische Kabarettist Günther Paal (64), bekannt unter seinem Künstlernamen „Gunkl“, ist wegen des sexuellen Missbrauchs eines Mädchens angeklagt worden. Doch damit nicht genug: Paal soll außerdem fast 1000 Dateien mit Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch besessen haben.

Das teilten die Staatsanwaltschaft und das Landesgericht in Wien mit. Zu dem sexuellen Übergriff auf das Mädchen, das zu diesem Zeitpunkt im Kindergartenalter gewesen sein soll, soll es Anfang 2025 gekommen sein.

Paal selbst äußert sich bereits in einem Video auf Facebook und sagt: „Ich habe Schande auf mich gebracht, und ich bedaure zutiefst, was ich gemacht habe.“ Er sei bereit, jede Strafe zu akzeptieren. Günther Paal (damals 54) im Jahr 2016 auf der Bühne.

Eigentlich sollte der Kabarettist diese Woche mit seinem neuen Programm „Apropos übrigens“ starten. Die Premiere in Wien sowie weitere Auftritte, darunter ein Termin in München, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben

Erpressung führte zur Selbstanzeige

Wie der Anwalt des Kabarett-Stars dem österreichischen Sender ORF sagte, legte der Kabarettist ein Geständnis ab.

Auslöser für den Gang zur Polizei soll eine Erpressung gewesen sein: Die Mutter des Mädchens und eine weitere Frau sollen Paal wegen des Übergriffs unter Druck gesetzt und Geld von ihm verlangt haben. 189.000 Euro!

Auch Mutter des Opfers angeklagt

Auch die Mutter des Mädchens und die zweite Frau müssen sich vor Gericht verantworten. Beide sind wegen mutmaßlicher Erpressung angeklagt.

Mehr als ein Jahr lang sollen sie Paal dazu gebracht haben, insgesamt rund 189.000 Euro zu zahlen. Das teilten Gericht und Staatsanwaltschaft mit.

Den beiden Frauen drohen dafür bis zu zehn Jahre Haft. Zum Vergleich: Für den Paal vorgeworfenen sexuellen Missbrauch sieht das österreichische Recht in diesem Fall eine Höchststrafe von fünf Jahren vor.

Sein Appell nach dem Video-Geständnis

Neben seinem Schuldeingeständnis richtet sich Paal in seiner Videobotschaft auf Facebook auch an Menschen mit ähnlichen Neigungen. Sein eindringlicher Appell: Sie sollen sich professionelle Hilfe suchen, statt zu versuchen, allein damit fertigzuwerden.

„Das geht nicht alleine“, sagt der Kabarettist. Haben Sie Fehler entdeckt?

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