Malkovich war bei der Verleihung gar nicht vor Ort: Hollywood-Legende räumt in Venedig ab John Malkovich (72) auf dem roten Teppich zur Filmvorführung von „Wild Horse Nine“ im Rahmen der 83. Filmfestspiele von Venedig am 3.

September. Jetzt ist er für den Streifen ausgezeichnet worden

Venedig (Italien) – Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich, internationale Stars in der Lagunenstadt und ein Hollywood-Veteran ganz oben: John Malkovich (72) ist bei den Filmfestspielen von Venedig als bester Schauspieler ausgezeichnet worden.

Der US-Star erhielt die begehrte Auszeichnung für seine Rolle im Film „Wild Horse Nine“. Damit setzte sich Malkovich bei einem der wichtigsten Filmfestivals der Welt gegen die internationale Konkurrenz durch.

Er selbst war aber gar nicht vor Ort. Stattdessen lief eine Videobotschaft des Hollywood-Stars über die Leinwand.

Die Ehrung dürfte aber dennoch zu den besonderen Momenten seiner langen Karriere zählen. Der Schauspieler gehört seit Jahrzehnten zu den markantesten Gesichtern der Branche und war unter anderem in Filmen wie „Gefährliche Liebschaften“, „In the Line of Fire“, „Being John Malkovich“ oder „Burn After Reading“ zu sehen.

Auch wenn Malkovich am Abend der Preisverleihung selbst nicht vor Ort war, kam er dank einer Videobotschaft trotzdem zu Wort

Goldener Löwe geht an dänische Regisseurin

Den Goldenen Löwen und somit den wichtigsten Preis des Festivals gewann die dänische Regisseurin May el-Toukhy (49) für ihr Historiendrama „Woman Unknown“. Zusätzlich wurde Hauptdarstellerin Mathilde Arcel (30) als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Für May el-Toukhy war der Goldene Löwe ein historischer Erfolg. Sie ist erst die achte Frau in der Geschichte des Festivals, die die wichtigste Auszeichnung von Venedig gewinnen konnte.

May el-Toukhy posiert stolz mit dem Goldenen Löwen

Der Große Preis der Jury ging an „Possible Love“ von Lee Chang-dong (72). Der Dokumentarfilm „NAZA“ von Yuval Abraham (31) und Rachel Szor (32) über die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen erhielt den Spezialpreis der Jury.

Auch für die Regie gab es eine prominente Auszeichnung: Der russischstämmige Filmemacher Ilja Chrschanowski (51) wurde für „Dau“ geehrt. Den Preis für das beste Drehbuch erhielt Stéphane Brizé (59) gemeinsam mit Coralie Amédéo und Olivier Gorce für „Un bon petit soldat“.

Seit dem 2. September war die italienische Lagunenstadt wieder das Zentrum der Filmwelt.

Zwischen Wassertaxis, Designer-Roben und Hollywood-Größen sorgte vor allem die Preisverleihung am letzten Abend noch einmal für große Emotionen. Haben Sie Fehler entdeckt?

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