Mross packt bei Raab aus: „Irgendwann muss man das Maul aufmachen!“ Über 300-mal moderierte Stefan Mross (50) „Immer wieder sonntags“ – nach dem Aus fand der Moderator deutliche Worte Zwei Stefans, jede Menge Seitenhiebe und am Ende sogar ein Fass Bier: Beim „Großen Stefan-Fest“ von Stefan Raab (59) bekam Stefan Mross (50) am Donnerstagabend ordentlich Bühne. Erst nahm Raab das unmittelbar zuvor ausgestrahlte „HeidiFest“ auseinander, dann wurde es persönlicher: Mross sprach über sein Aus bei „Immer wieder sonntags“, den Ärger danach und darüber, warum Interna überhaupt nach draußen gelangten.
Den Anfang machte dieses Mal nicht der Hausherr. Stattdessen spazierte Mross in Lederhosen ins Studio, begrüßte das tobende Publikum mit „Habe die Ehre zusammen“ und genoss den Empfang sichtbar.
„Ihr dürft euch wieder niedersetzen, sonst komme ich mir vor wie Johannes Heesters hier“, scherzte er. Auch seinen bekannten Sonntags-Gruß hatte er dabei: „Normalerweise heißt es ja immer: Einen wunderschönen guten Morgen live aus dem Europa-Park in Rust.“ Diesmal eben nicht – stattdessen grinste Mross: „Warum schaut der Stefan Raab heute so geil aus?
War er beim Friseur? Hat er sich was verpflanzen lassen?
Hat er weniger Zähne?“ Schließlich löste er auf: „Nein, mein Name ist Stefan Mross und wir feiern heute das große Stefan-Fest.“
Als der Raabinator auftauchte, hatte er sich sein erstes Opfer längst ausgesucht: Das „HeidiFest“ von Heidi Klum (53): „War das ein Fest! Was soll ich dazu sagen als RTL-Chef?
Entschuldigung!“, spottete er. Noch härter: „Da soll noch mal einer behaupten, sturzbesoffen könnte man kein Qualitätsfernsehen machen.“ Besonders die 90er-Kapelle Rednex hatte es ihm angetan.
Nach einem Ausschnitt ihres Auftritts witzelte Raab: „Wenn Sie sich fragen, was da so geknallt hat: Das waren die Fernseher von den Nachbarn, die die aus den Fenstern geschmissen haben.“ Auch Naomi Campbell (56) am DJ-Pult kam nicht ungeschoren davon: „Da hat sich die dreijährige Ausbildung an der Micaela-Schäfer-DJ-Universität gelohnt.“
Stefan Raab (heute 59, Mitte) und Stefan Mross (r.) kennen sich seit Jahrzehnten. Hier auf dem Bild mit Norbert Rier (heute 66) von den Kastelruther Spatzen im Jahr 2000 beim „Musikantenstadl“
Später erinnerte sich Mross mit Raab an Karl Moik und den „Musikantenstadl“, bevor es um „Immer wieder sonntags“ ging.
Mehr als 300 Sendungen hatte Mross moderiert, während der Produktion stand sein Camper direkt im Backstage-Bereich. „,Immer wieder sonntags‘ habe ich öfters gemacht als alles andere, als ich schon mal verheiratet war“, scherzte Mross.
Als es um den Streit nach seinem Aus ging, wurde er ernster: „Irgendwann muss man das Maul aufmachen, ich bin ja Bayer.“ Gleichzeitig betonte er: „Man darf nicht draufhauen.“
Seinen Ärger habe er erst nach der Sendung rausgelassen, denn „das geht ja öffentlich keinen was an“. Dass die Aussagen trotzdem bekannt wurden, erklärte Mross trocken: „Es gibt halt Maulwürfe.“ Für die lange Zeit beim Sender ARD bedankte er sich dennoch.
Raab ließ Mross natürlich nicht ganz so ernst davonkommen. Zu dessen Abschiedssendung fragte er bissig: „Warum hatte Semino Rossi, als er dir das Abschiedslied gesungen hat, nicht die Gitarre gestimmt?“ Und weil ein „Stefan-Fest“ ohne Oktoberfest-Klischee offenbar nicht komplett ist, wurde zum Schluss auch noch ein Fass angestochen.
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