Die Tochter von Frauke Ludowig: Ein Jahr Klinik wegen Zwangsstörung Wenige Tage nach ihrem Umzug nach Berlin spricht Frauke Ludowigs (62) Tochter Nika Röffen (21) schonungslos ehrlich über ihre psychische Erkrankung Berlin – Während Nele (23) längst erste Schritte im Rampenlicht macht, hat sich ihre jüngere Schwester Nika Röffen (21) bislang weitgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Umso persönlicher sind die Worte, die die Tochter von Moderatorin Frauke Ludowig (62) jetzt auf TikTok mit ihren 45.000 Followern teilt.
Dort spricht sie über ihre Zwangsstörung. „Es ist das Schlimmste, was mir jemals passiert ist“, sagt Nika über ihre psychische Erkrankung.
Besonders belastend sei für sie das sogenannte magische Denken gewesen. Bestimmte Handlungen habe sie immer wiederholen müssen, weil sie sonst befürchtete, dass anderen Menschen etwas Schlimmes passieren könnte.
Manchmal habe sie Dinge bis zu 200 Mal gemacht, erzählt sie. Frauke Ludowig (l.) und ihre Tochter Nika im Juli 2023 auf einer Veranstaltung in München
In ihrer schwersten Phase bestimmte die Zwangsstörung praktisch ihren gesamten Alltag.
„Manchmal habe ich drei, vier Stunden lang gebraucht, bis ich essen konnte, bis ich hochgekommen bin“, erinnert sich Nika. An manchen Tagen habe sie es nicht einmal mehr die Treppe hinaufgeschafft und dort dann geschlafen.
Klinikaufenthalt rettete Nikas Leben
Die Probleme begleiten sie nach eigenen Angaben bereits seit ihrem 14. Lebensjahr.
Besonders schlimm wurde es jedoch vor rund zwei Jahren während ihres Studiums in Düsseldorf. Als sich ihr Zustand immer weiter verschlechterte, traf sie eine wichtige Entscheidung: Sie unterbrach ihr Studium und ging für ein Jahr in eine Klinik.
Heute blickt sie mit großer Dankbarkeit auf diesen Schritt zurück. „Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre, wäre ich nicht in diese Klinik gegangen“, sagt sie.
Dort lernte sie auch ihre Therapeutin kennen, die sie bis heute begleitet. Auf diesem Instagram-Schnappschuss aus dem Februar 2025 wirkt Nika glücklich.
Doch zu der Zeit kämpfte sie schon mit den schweren Auswirkungen ihrer Zwangsstörung
Seit einigen Tagen studiert Nika an der „Akademie Mode und Design“ in Berlin. Die Erkrankung sei zwar nicht verschwunden, doch sie habe gelernt, besser mit ihr umzugehen.
„Ich fühle mich nicht so aufgeschmissen“, beschreibt sie ihre Entwicklung. Auch Dinge, die lange unmöglich schienen, gehören wieder zu ihrem Leben.
Sie reist, studiert und arbeitet wieder als Model. Mit ihrer Offenheit möchte Nika vor allem anderen Betroffenen Mut machen.
„Ihr müsst da nicht alleine durch“, sagt sie. Ihr eindringlicher Appell lautet: „Geht zur Therapie, es wird euer Leben verändern.“
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