Die US-amerikanische Frauenrechtlerin und Journalistin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren in New York verstorben. Ihre Stiftung teilte mit, dass sie friedlich im Kreise ihrer Angehörigen eingeschlafen ist.
Steinem wurde vor allem durch ihre engagierte Arbeit für die Gleichstellung der Geschlechter bekannt. Ihre Karriere begann 1963 mit einer aufsehenerregenden Undercover-Reportage über die Arbeitsbedingungen in einem Playboy-Club, die landesweit Beachtung fand.
Im weiteren Verlauf ihres Lebens gründete sie das feministische Magazin „Ms.“, das sich zentral mit der Stellung von Frauen in der Gesellschaft befasste. Sie engagierte sich zudem politisch, etwa für das Recht auf Abtreibung und die politische Teilhabe von Frauen, und organisierte gemeinsam mit anderen Aktivistinnen zahlreiche Initiativen für die Frauenbewegung.
Auch im hohen Alter blieb Steinem aktiv: Bis kurz vor ihrem Tod arbeitete sie an ihren Memoiren, deren letztes Buch „An Unexpected Life“ posthum veröffentlicht werden soll. Für ihr Engagement wurde sie vielfach gewürdigt, darunter mit der Presidential Medal of Freedom durch US-Präsident Barack Obama im Jahr 2013.
Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, unter anderem Herzogin Meghan Markle, Oprah Winfrey und Sandra Bullock, würdigten Steinem in sozialen Medien als prägende und mutige Feminismus-Ikone.
