„Bares für Rares“ am 18. September 2026: Dieses Gemälde verdreifacht seinen Schätzpreis Die Jardiniere in der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ besteht aus 800er Silber Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten.

In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten. BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Freitag, dem 18. September 2026, zum Verkauf gestellt werden.

Das ist das Highlight der heutigen Folge

Christine aus Schwandorf bei Regensburg kommt gemeinsam mit ihrem Enkel Ferdinand in die Sendung und bringt ein echtes Familienerbstück zu Horst Lichter. Das Gemälde stammt aus dem Nachlass ihres Schwiegervaters, der ein großer Italien-Fan war und zeitweise bei einer Bank in Italien arbeitete.

1936 kaufte er das Bild in München. Seitdem blieb es in Familienbesitz und ging später an Christines Ehemann über.

Zu sehen ist eine weitläufige Ansicht des Canale Grande in Venedig mit der Kirche Santa Maria della Salute im Hintergrund. Gemalt wurde die Szene als Ölbild auf Leinwand von dem deutschen Künstler Franz Guillery (1862–1933).

Besonders prägen die Lichtstimmung, die Spiegelungen auf dem Wasser und leichte postimpressionistische Anklänge das Motiv. Stilistisch wird das Werk in die Zeit zwischen etwa 1900 und 1930 eingeordnet.

Ganz ohne Makel ist das Bild allerdings nicht: An mehreren Stellen gibt es Farbablösungen und Fehlstellen in der Malschicht. Auch der stark goldglänzende Rahmen ist laut Expertise unpassend und nicht zeitgenössisch, eher ein „Blender“.

An manchen Stellen des Gemäldes löst sich die Farbe

Beim Wert liegt die Expertise deutlich unter Christines Erwartungen von 3.000 bis 4.000 Euro. Geschätzt wird das Gemälde auf 800 bis 1.200 Euro.

Das Venedig-Motiv ist allerdings ein Pluspunkt: Italienbilder von Guillery gelten als besonders gefragt. Im Händlerraum zeigt sich schnell, dass das Bild tatsächlich gut ankommt.

Die Händler loben vor allem die Atmosphäre, die Bewegung auf dem Wasser und die eindrucksvolle Venedig-Ansicht. Ausgehend von 500 Euro steigen die Gebote rasant: 2.000, 2.400 und 2.800 Euro werden aufgerufen.

Schließlich fällt der Hammer bei 3.000 Euro. Damit wird der Schätzpreis verdreifacht und Christine erreicht genau den unteren Rand ihrer ursprünglichen Wunschvorstellung.

Alle weiteren Raritäten vom 18. September 2026

Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten aus der heutigen Sendung und die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“:

Spekulatiusformen mit Kaiser-Wilhelm-II.-Motiv: Drei hölzerne Spekulatiusformen wurden nach einem Hauskauf im Keller entdeckt. Zwei kleinere zeigen Nikolaus und Knecht Ruprecht, die große Kaiser Wilhelm II.

in Uniform. Die kleineren Formen stammen vermutlich aus der Zeit zwischen 1930 und 1960, die Kaiser-Wilhelm-Form aus der Zeit zwischen 1888 und 1918. Expertenschätzung: 200 Euro.

Jugendstil-Schenkkanne mit Untersetzer von Koch & Bergfeld: Eine Schenkkanne aus Glas mit 800er-Silbermontur und passendem versilbertem Untersetzer stammt aus dem Silber-Nachlass der Mutter. Beide Stücke wurden von der Bremer Silbermanufaktur Koch & Bergfeld gefertigt und sind dem Jugendstil zuzuordnen.

Die Kanne stammt von 1900, der Untersetzer von 1903. Auffällig sind das geätzte Blattwerk und die geschwungene Form von Henkel und Montur. Expertenschätzung: 600 bis 650 Euro.

Puzzler-Skulptur „Mini-Karyatide, Opus 109“ von Miguel Berrocal: Eine aus 26 Metallteilen bestehende Puzzler-Skulptur in Form eines weiblichen Torsos stammt aus dem Nachlass der verstorbenen Schwester des Verkäufers. Die „Mini-Karyatide, Opus Nummer 109“ entstand 1968/69 und gehört zu einer auf 8.500 Exemplare limitierten Edition.

Im Inneren befindet sich ein vergoldeter Messingring, die Skulptur trägt die Seriennummer 2797. Expertenschätzung: 350 bis 500 Euro. Vintage-Piano-Schreibtischleuchte im Stil von Eileen Gray: Eine verchromte Tischlampe aus Stahlblech und Kunststoff wurde ursprünglich als Pianoleuchte konzipiert und später als Schreibtischleuchte genutzt.

Der Verkäufer bekam sie von seiner Mutter geschenkt. Das Design orientiert sich an einem Entwurfstypus nach Ideen von Eileen Gray aus den 1930er-Jahren, der in den 1960er-Jahren wieder aufgegriffen wurde.

Hersteller und konkrete Designerzuordnung bleiben jedoch unklar. Expertenschätzung: 100 bis 120 Euro.

Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF. Haben Sie Fehler entdeckt?

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