Der Trend „Aura Farming“ verbreitet sich in Lateinamerika schnell unter Jugendlichen. Dabei treten junge Menschen auf der Straße in Wettbewerben gegeneinander an, zeigen Tanz, Posen und auffällige Kostüme, um ihre Ausstrahlung, die sogenannte Aura, zu präsentieren.

Das Wort „Aura“ wurde 2024 zum Jugendwort des Jahres gewählt und steht für Coolness und Ausstrahlung. Den Ursprung hat der Trend in Brasilien, besonders populär ist der „6-7-Trend“, bei dem Teilnehmer mit schnellen Handbewegungen und dem Ruf „Six, Seven“ auftreten.

Die Veranstaltungen sollen vor allem öffentliche Räume wiederbeleben und Jugendliche zusammenbringen. Trotz dieser positiven Absicht stoßen die Wettbewerbe auf Widerstand bei einigen Behörden.

So wurden in mexikanischem Veracruz und der brasilianischen Stadt Cuiabá die Wettbewerbe verboten, mit Verweis auf öffentliche Ordnung. Dennoch reißt das Interesse nicht ab, und neue Wettbewerbe sind bereits in Planung.

Der Trend hat Lateinamerika bereits verlassen und ist mit ersten Events in Europa angekommen. Es ist zu erwarten, dass Aura-Farming auch in Deutschland bald populär wird.