Irres 2:2 im Ost-Kracher: Witz-Elfer, Pyro-Pause und Ausgleich in 101. Minute Die Fans von Rot-Weiß Erfurt zündeten Pyrotechnik, das Spiel musste unterbrochen werden Pyro-Alarm in der Regionalliga Nordost! Im Topspiel trennten sich Rot-Weiß Erfurt und Erzgebirge Aue 2:2 (1:0).

Doch stand die Begegnung in der zweiten Halbzeit kurz vor dem Abbruch. Erfurts Fans zündeten eine ganze Salve Feuerwerk, der vom Spitzenduell komplett überforderte Schiedsrichter Marvin Tennes schickte beide Mannschaften in die Kabine.

Erst als sich die Situation beruhigt hatte, kamen die Teams zurück. Acht Minuten dauerte die Unterbrechung.

Und es gab die klare Ansage: Beim nächsten Zündeln wird abgebrochen. Schiri Tennes schenkt Aue Dusel-Elfer

Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1 – und das mit gaaaaanz viel Glück für den Drittligaabsteiger aus dem Erzgebirge.

Denn dem Ausgleichstreffer der Auer ging eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters voraus. Der sah beim Zweikampf zwischen Erfurts Sofiane Ikene und Aues Christoph Pauling ein Foul.

Es gab tatsächlich einen leichten Kontakt – einen Meter VOR der Strafraumgrenze. Pauling fiel gern in die Box und Schiri Tennes drauf rein.

Tim Maciejewski verwandelte eiskalt (49.). Bis zu diesem Zeitpunkt sahen die 13.215 Fans im Steigerwaldstadion die Vorteile beim Gastgeber.

Rot-Weiß zeigte die reifere Spielanlage, war bissig in den Zweikämpfen. Aue wusste aber durchaus dagegenzuhalten, hatte auch die erste Chance der Partie.

Pauling ging an Maxime Awoudja vorbei, zwang Erfurts Keeper Lorenz Otto zu einer Glanzparade (13.). Schock für Erfurt: Awoudja verletzte sich in dieser Situation, musste vom Platz getragen und ausgewechselt werden.

Verletzt vom Platz getragen werden musste Erfurts Maxime Awoudja. Beim 1:0-Führungstreffer kurz vor der Pause konnte Awoudja aber schon wieder mitjubeln.

Marco Wolf brachte den Ball ins Zentrum, Romario Hajrulla stieß die Pille mit dem Schienbein über die Linie (39.). Nach dem Dusel-Elfer und der Unterbrechung waren die Erfurter wieder tonangebend.

Und die Elf von Trainer Fabian Gerber verdiente sich die erneute Führung. Stanislav Fehler flankte, Dustin Forkel setzte zum Flugkopfball an und zelebrierte seinen Treffer zum 2:1 mit einem Salto (89.).

Doch dann rächte sich die lange Unterbrechung wegen der RWE-Pyro-Show. Denn Aue drängte noch einmal auf den Ausgleich.

Und er fiel – in der elften Minute der Nachspielzeit setzte Aues Willi Kamm den 2:2‑Schlusspunkt. Nach dem Abpfiff musste das Schiedsrichter-Gespann von zwei Sicherheitsleuten begleitet durch einen Nebeneingang Richtung Kabinen gebracht werden.

Der Weg durch den Spielertunnel war zu gefährlich …

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