Union Berlin erweitert das Stadion an der Alten Försterei und erhöht die Kapazität zunächst auf 34.500 Plätze, später auf 40.500. Die Bauarbeiten beginnen im November mit Baumfällungen, die aufgrund von Umwelt- und Artenschutzvorgaben nur in der kälteren Jahreszeit erlaubt sind.

Dadurch verschiebt sich der geplante Umzug ins Olympiastadion um ein halbes Jahr, nun wird das Team eineinhalb Jahre dort spielen, bis zur Saison 2029/30 die Rückkehr ins neue Heimatstadion erfolgt. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 190 Millionen Euro, wovon 61 Millionen Euro Eigenmittel des Vereins sind.

Das Stadion erhält einen Oberrang und zusätzliche VIP-Logen, die über einen tunnelförmigen Zugang mit dem Trainingszentrum verbunden sind. Für die Frauenmannschaft wird eine Spielstätte gesucht, die ebenfalls mit einem hohen siebenstelligen Betrag modernisiert werden soll.

Der Verein finanziert die Erweiterung vollständig ohne öffentliche Fördermittel und ist inzwischen der größte Sportstätten-Investor in Berlin. Diese Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesliga langfristig sichern.