Die Debatte um die Reform der Regionalliga im Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat sich deutlich verschärft. Ursprünglich als zweitägige Sitzung geplant, wurde das Treffen der Regional- und Landesverbandspräsidenten am 7.

und 8. September unerwartet gekürzt.

Nur noch bis Montagnachmittag und lediglich mit den Präsidenten, nicht jedoch mit deren Geschäftsführern, soll getagt werden. Hauptthemen sind die Vertretung der Amateure durch Vizepräsident Ronny Zimmermann sowie die geplante Neustrukturierung der Regionalligen.

Zimmermann wurde zuletzt von Präsident Christoph Kern aus Bayern wegen vermeintlicher Untätigkeit scharf kritisiert. Gleichzeitig sorgt das sogenannte Kompass-Modell für heftigen Widerstand innerhalb der Verbände.

Es sieht vor, die fünf Regionalligen auf vier Staffeln zu reduzieren, um allen Meistern den direkten Aufstieg in die 3. Liga zu ermöglichen.

Die Bundesliga, vertreten durch unter anderem Bayern-Chef Jan-Christian Dreesen, unterstützt das Modell. Einige regionale Präsidenten fühlen sich jedoch übergangen und beklagen mangelnde Diskussion und unklare Zuständigkeiten.

Die regionale Ablehnung, insbesondere aus Südwest und Bayern, könnte bei der anstehenden Abstimmung im DFB-Bundestag die Umsetzung gefährden. Präsident Bernd Neuendorf steht vor der Herausforderung, bis zu der außerordentlichen Versammlung im Winter weiterhin für die Reform zu werben.