St. Paulis Cheftrainer Marcel Rapp zeigte sich nach dem 2:2-Unentschieden bei Arminia Bielefeld deutlich kritischer als zuvor.

Besonders ärgerten ihn die schwachen Starts in beiden Halbzeiten, die jeweils zu Rückständen führten. Einmal entstand der Rückstand durch einen individuellen Fehler, einmal durch einen Standard, der nach seiner Einschätzung nicht passieren darf.

Auch in der Offensive sieht Rapp Verbesserungsbedarf: Obwohl sein Team das Spiel kontrollierte und über die Außenbahnen gute Aktionen zeigte, fehlte es an Präsenz im Strafraum und damit an klaren Chancen. Kapitän David Nemeth wurde vor dem ersten Gegentor in Bielefeld ausgetanzt, beim zweiten Treffer ließ die Defensive den Ball genau vor die Füße des Stürmers Grodowski prallen.

Trotz der Kritik lobte Rapp den Zusammenhalt des Teams, das sich nicht entmutigen lasse und konzentriert weiterarbeite. Für die kommenden Trainings hat der Trainer die Aufgabe definiert, mehr Torabschlüsse und defensive Stabilität zu erreichen.

Am Samstagabend steht mit dem Heimspiel gegen Wolfsburg ein Spitzenspiel der 2. Bundesliga an.

Die Niedersachsen verfügen über einen deutlich teureren Kader, haben aber zuletzt Leistungen gezeigt, die St. Pauli als Herausforderung sehen lässt.

Rapp sieht sein Team gut vorbereitet und glaubt an eine Chance auf einen Sieg am Millerntor.